Vi Keeland & Penelope Ward – Rebel Soul

Posted on 19. Mai 2020 by Dörte

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Original: Rebel Heir
28.02.20 | 304 Seiten | Lyx | Autorin | Autorin

Raus aus New York, den Sommer in den Hamptons verbringen und endlich Zeit zum Schreiben – so lautet Gias Plan. Doch als ihr Blick auf den tätowierten Mann an der Bar fällt, ändert sich alles. Ihr Herz beginnt schneller zu schlagen, und ihre Welt wird auf den Kopf gestellt. Rush ist anders als die Männer, die die junge Frau kennt: Er ist reich, gefährlich und verschlossen. Gia ist die Einzige, die hinter seine Fassade schaut und auch seine verletzliche Seite sieht. Schnell kochen die Gefühle zwischen ihnen hoch. Doch eine falsche Entscheidung in Gias Vergangenheit holt sie ein und droht ihr Glück mit Rush zu zerstören …

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„Man muss sich nicht für die Wahrheit entschuldigen, hat meine Mutter immer gesagt, sondern nur für seine Lügen.“

 

Viel zu konstruiert, an den Haaren herbeigezogen und ein einziges Klischee. Das beschreibt in einem kurzen Satz, was ich von „Rebel Soul“ halte. Dabei fing es eigentlich ganz süß an. Gia vertritt ihre Freundin in einer Bar und trifft dort ausgerechnet auf den Chef. Rush schaut unglaublich gut aus, sein Ruf ist allerdings nicht der Beste. Die Angestellten scheinen Angst vor ihm zu haben. Nicht Gia, die sich wohl denkt: „Angriff ist die beste Verteidigung.“
Der Anfang hat mir ganz gut gefallen. Ich mochte vor allem das lose Mundwerk der Protagonistin. Sie nimmt absolut kein Blatt vor den Mund, egal, mit wem sie es zutun hat. Das macht sie authentisch und lässt erkennen, was für eine ehrliche Haut sie ist. Rush weiß erst gar nicht, wie er mit diesem Verhalten umgehen soll. Letztendlich imponiert es ihm aber, dass sie Kontra gibt. Die Dialoge der beiden Hauptfiguren empfand ich zu Beginn noch sehr erfrischend, schlagfertig und witzig, doch irgendwann schlug meine Stimmung um, da sonst nichts anderes passierte. Rush und Gia unterhalten und necken sich. Hinzu kommen die sexuellen Anspielungen, ohne die es in den Gesprächen der beiden nicht zu gehen scheint. Das hat mich genervt. Auch dass Gia sich ziemlich freizügig kleidet fand ich unpassend und unnötig, weil sie so in ein Klischee passt, welches mir nicht gefällt.

„Liebling, manchmal hindert uns die Sorge, was alles Schlimmes passieren könnte, daran, die guten Dinge zu genießen, die das Leben zu bieten hat.“

Spannung habe ich ebenso wenig erlebt, wie Emotionen gespürt. Es war für mich einfach nur eine runtergeschriebene Geschichte ohne Herz, was ich außerordentlich schade finde, da sie so viel Potenzial bietet. Zwar gibt es in der zweiten Hälfte zumindest endlich mal eine Handlung, diese wird jedoch in den Schatten gestellt von den plötzlichen Charakterveränderungen, die die Protagonisten durchleben. Besonders jene von Rush fand ich total unglaubwürdig, denn dieser kam mir stellenweise vor wie ein Hund, der einer läufigen Hündin hinterher rennt. Absolut unglaubhaft, wenn man sich in Erinnerung ruft, wie er am Anfang auftritt und dargestellt wird. Aber auch Gia verlor meine Sympathie, weil sie mich schlicht nervte und absolut nicht mehr authentisch auf mich wirkte. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass ich letztendlich froh war, als das Ende nahte. Doch selbst der Plot Twist am Ende stimmte mich nicht wirklich gnädig. Zwar wollte ich da schon wissen, wie das wohl weiter gehen wird, die Leseprobe von „Rebel Heart“, die ich anschließend gelesen habe, reichte mir jedoch. Ich habe keinerlei Verlangen danach, mir den Abschluss der Dilogie zur Gemüte zu führen. Da warten weitaus bessere Geschichten auf mich, wo ich den Verlauf nicht vorhersehen kann und der nicht gefühlt jedes Klischee bedient.

„Wenn man Angst hat, sich in jemanden zu verlieben, kommt es meistens daher, dass man sich schon verliebt hat, Liebling.“

Bedauerlicherweise konnte mich „Rebel Soul“ so gar nicht von sich überzeugen. Die starken Figuren am Anfang mutierten zu einem einzigen, nervigen Klischee, was mir den Lesespaß verdarb. Weder Spannung noch Gefühle waren vorhanden, was für mich bei einem solchen Roman einfach ein Muss ist. Außerdem ist die Geschichte voller Klischees und so vorhersehbar, dass man sie eigentlich nicht zu Ende lesen muss. Den zweiten Band werde ich mir aus diesem Grund auch sparen. Es interessiert mich null, wie es weiter geht.

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Weitere Rezension: Colettes Bücherblog
Ein großes Klischee | Rebel Soul

 

Die Reihe: Rebel Soul | Rebel Heart

 

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