Kylie Scott – Naughty, Sexy, Love

Posted on 7. Mai 2020 by Dörte


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Original: Chaser
Dive Bar #3 | 21.12.18 | 320 Seiten | Lyx | Autorin

Eric Collins ist ein Bad Boy, wie er im Buche steht. Keine Frau landet zweimal in seinem Bett, und eine feste Beziehung kommt für ihn nicht infrage – bislang zumindest. Denn als ein schwerer Schicksalsschlag sein Leben auf den Kopf stellt, beschließt er, sich zu ändern. Doch ausgerechnet da zieht die junge Jean Antal in die Wohnung nebenan ein. Sie ist wunderschön und schlagfertig, und sie bringt Erics Entschluss augenblicklich gehörig ins Wanken …

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„Man kommt nicht auf einmal in ein magisches Alter, und merkt … oh Gott, ich bin ja so erwachsen, erwachsener geht´s gar nicht.“

 

 

Mit Abstand der schwächste Band der Reihe, das muss ich leider sagen. Bei weitem nicht so romantisch, leicht und spannend, wie die beiden Vorgänger. Dabei geht es hier um Eric, der Bad Boy schlechthin, der plötzlich ganz zahm zu werden scheint.
Eric war in den beiden anderen Bänden schon mein Lieblingscharakter. Er kommt irgendwie düster und undurchschaubar rüber. Es hat mich sehr interessiert, wer wohl sein Herz zum schmelzen bringen wird.
Das Kennenlernen von Jean und dem Bad Boy ist eher unspektakulär, dadurch wirkte es allerdings auch ziemlich real auf mich. Häufig kommt es vor, dass man sich in einer Bar kennenlernt und dann mehr draus wird. Das ist ein Punkt, der mir wirklich gefallen hat. Die Geschichte, der Plot an sich war auch ziemlich gut. Was ich etwas daneben fand war die Tatsache, dass Eric wirklich wie ein heißes Hündchen um Jean herumschwarwenzelt. Auch, dass er gleich so Feuer und Flamme von ihr ist, fand ich etwas too much und völlig an den Haaren herbeigezogen. Da gibt es keinerlei Anlauf. Man lernt sich kennen, man redet miteinander, es entwickelt sich etwas. Diese Reihenfolge fände ich normal, das was mit Eric passierte, war eher hollywoodmäßig, als der Realität entsprechend.

„Man sollte eine Sexstellung für junge Eltern erfinden […]  Das Faultier. >Du hast meine Erlaubnis, aber beeil dich und werde fertig, während ich einfach hier liege und kurz schlafe.<„

Toll ist, dass Eric alles aus seiner Sicht beschreibt. Er denkt so laut nach, dass der Leser alles mitbekommt und sich in ihn reinfühlen kann. Die Emotionen waren zwar vorhanden, für mich jedoch nicht greifbar, aus oben genannten Gründen. Es ging mir alles etwas zu schnell. Jedenfalls was die Gefühlswelt des männlichen Parts angeht. Jean hingegen war mir gleich total nahe. Ich mochte ihre Art und habe mit ihr mitfühlen können. Sie hat das Buch für mich viel interessanter gemacht, weil sie insgesamt eine sehr interessante Persönlichkeit ist. Besonders, dass sie sich gerade in anderen Umständen befindet, hat mir sehr gut gefallen. Von schwangeren Protagonisten lese ich eher selten etwas. Das ist eine gelungene Abwechslung gewesen.
Scott schreibt ihre Geschichte erneut ziemlich temporeich. Spannung ist nur in Maßen vorhanden und am Anfang weiß man auch gleich, wohin einen die Reise führt. Was ich persönlich aber als nicht schlimm empfunden habe. Wichtig war mir, wie das Ende erreicht wird. Was bis dahin passiert.
Alle Figuren aus den vergangenen Bänden betreten ebenfalls die Bühne, was wirklich toll war. Ich hatte das Gefühl, ich würde selbst die Dive Bar betreten, und meine Freunde wiedersehen. Dieser Punkt ist es, den Kylie Scott wirklich wahnsinnig gut umsetzen konnte: Die Figuren lebendig werden lassen. Sie sind allesamt authentisch, mit Ecken und Kanten und absolut liebenswert. Ich mag sie wirklich sehr.

Sie gaben eine hübsche Familie ab. Eine gute Familie. Und das war eigentlich alles, was zählte: Familie.

Der finale Band der „Dive Bar“ lässt sich gut weg lesen und bietet auch ein gewisses Tempo. Spannung ist zwar ebenfalls vorhanden, jedoch nur in Maßen. Das Besondere an dieser Reihe sind für mich die Figuren, die allesamt absolut real rüberkommen und die ich auch alle ins Herz schließen konnte. Die Gefühle kamen mir in „Naughty, Sexy, Love“ leider etwas zu kurz, da sie mich nur von Jean richtig erreichen konnten und ich die Gefühlswelt von Eric als etwas überzogen und unrealistisch empfunden habe.

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Weitere Rezension: Corinnas World of Books
Eric und Jean | Dive Bar #3

Die Reihe: Crazy, Sexy, Love | Dirty, Sexy, Love | Naughty, Sexy, Love

 

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