Kim Nina Ocker – Everything I didn´t say

Posted on 28. Februar 2020 by Dörte

31.10.19 | 528 Seiten | Lyx | Autorin

Als Jamie und Carter sich zum ersten Mal gegenüberstehen, sprühen zwischen ihnen augenblicklich die Funken. Dabei wissen sie beide, dass sie unbedingt die Finger voneinander lassen müssen: Jamie hat gerade erst ihren Job als Dramaturgieassistentin angetreten, und Carter ist als Star der Show vertraglich dazu verpflichtet, sich nicht mit einer Frau an seiner Seite in der Öffentlichkeit zu zeigen. Doch mit jedem Tag, den sie miteinander verbringen, knistert es heftiger zwischen ihnen, bis sie der Anziehungskraft nachgeben – nicht ahnend, dass das ihre Leben gehörig durcheinanderbringen wird …

 

 

 

Vielleicht kann ich ihn nicht ganz und gar hassen, weil ich einen Teil von ihm liebe.

 

 

In zwei Teile hat Kim Nina Ocker die Geschichte aufgeteilt. Im ersten lernen wir die Protagonisten Jamie und Carter kennen, die mir auf der Stelle sympathisch waren. Die Story mit der Schauspielerei aufzuziehen, empfand ich als sehr erfrischend, da es einfach mal etwas Neues (für mich) gewesen ist. So nimmt die Geschichte allgemein erstmal einen anderen Verlauf als alles, was ich bisher gelesen habe.
Jamie lernt Carter auf dem Set kennen. Zu diesem Zeitpunkt weiß sie gar nicht, dass er überhaupt ein bekannter Schauspieler ist und ist dementsprechend verwirrt und auch genervt von ihm, als er mit einem arroganten Spruch um die Ecke kommt. Die Protagonistin möchte einfach nur arbeiten, um ihren Traum verwirklichen zu können, da ist die Liebe das Letzte, was sie sucht. Zudem ist eine Beziehung unter den Arbeitskollegen sowieso streng untersagt. Doch sie ist irgendwann einfach machtlos gegen ihre Gefühle und die starke Anziehung, die von Carter ausgeht.
Carter ist in seiner Rolle gefangen. Er hat einen gemeinen Agenten und sein Vater übt ebenfalls einen enormen Druck auf ihn aus. Doch egal, was er macht, es scheint nie genug zu sein. So sind beide auf eine andere Art und Weise gefangen. Und beide entwickeln Gefühle, etwas, dass sie gar nicht wollten.
Natürlich verrate ich nicht zuviel, wenn ich sage, dass die Zwei sich natürlich finden und das das auch nicht ohne Drama abläuft, was allerdings dahinter steckt, das bekommt man erst später heraus. Mir hat die Art, wie die Autorin die Geschichte aufgeteilt und erzählt hat, sehr gefallen. 

„Hasst du mich auch?“ […] „Ja, aber manchmal vergesse ich das.“

Sie spring immer mal wieder in der Zeit. Erklärt, wie sich Jamie und Carter kennenlernten und wie ihre Zeit bei der Arbeit so ist. Dazwischen wirft sie immer mal ein Kapitel ein, in denen es um die Gegenwart geht. Aktuell scheint nämlich irgendwas passiert zu sein, was man als Leser aber zuerst überhaupt nicht greifen kann, da man völlig im Dunkeln tappt. Und genau diese Tatsache hat dazu geführt, dass ich einfach nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Ich wollte und musste einfach wissen, was so Schlimmes passiert ist. Warum wird Jamie von Reportern belagert?
Die Auflösung leitet gleichzeitig den zweiten Teil der Geschichte ein, die erstmal ein bisschen ruhiger ist, als der erste Teil, dafür aber mit immens großen Emotionen bei mir punkten konnte. Ich habe es sehr genossen, wie die Funken zwischen den Protagonisten hin und herflogen und auch, wie sich die Gefühle der beiden entwickelt haben. Die Geschichte ist immer noch spannend und das, obwohl die große Frage, die im ersten Teil wie ein Damoklesschwert über einen schwebt, beantwortet wurde. Jetzt geht es darum, ob die Zwei sich finden, wenn ja, wie und wenn nein, warum nicht. Dazu wird auch immer auf die Figuren eingegangen. Auf jene, die die Hauptrolle spielen, aber auch auf die Komparsen, die nur mal hier und da zu Wort kommen. Besonders gut haben mir Vater und Bruder von Jamie gefallen. Wie die Zwei sich kümmern und was sie machen ist einfach total herzerwärmend.

„Ich brauche keinen Mann, der meine Probleme für mich löst, Carter. Einer, der nicht selbst zu einem wird, würde mir schon reichen.“

„Mir hat „Everything I didn´t say“ ausgesprochen gut gefallen, auch, wenn es manchmal etwas vorhersehbar gewesen ist. Bei diesem Genre weiß man allerdings vorher auch genau, worauf man sich einlässt. Bis auf ein paar Längen habe ich nichts auszusetzen. Ich bin begeistert davon, wie viele Gefühle und wie viel Liebe Kim Nina Ocker in ihre Geschichte und ihre Figuren hat einfließen lassen. 

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Weitere Rezension: Veras Literaturtraum
Kim Nina Ocker - Everything I did´t say | Gefühle, Liebe, Spannung

Die Reihe: Everything I didn´t say | Everything I ever needed (ET: 28.07.2020)

 

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