Emma Scott – The light in us

Posted on 22. Oktober 2019 by Dörte

Original: Rush
Rush #1 | 30.08.19 | 416 Seiten | Lyx | Autor | Leseprobe | Kaufen

Charlotte Conroy stand am Anfang einer großen Karriere als Geigerin, doch dann zerbrach ihr Leben und die Musik in ihr verstummte. Aus Geldnot nimmt sie den Job als Assistentin für einen jungen Mann an, der sein Augenlicht bei einem Unfall verloren hat. Noah Lake war Fotograf und Extremsportler, immer auf der Jagd nach dem nächsten Adrenalinrausch. Nun stößt er alle Menschen von sich, unfähig, sein Schicksal anzunehmen. Doch Charlotte ist entschlossen, ihm zu beweisen, dass das Leben noch so viel mehr zu bieten hat …

 

 

„Manchmal müssen wir im Leben tun, was das Beste ist. Und das Beste ist oft nicht das Leichteste.“

 

 

Emma Scott schreibt sich in mein Herz. Mein Herz ist von ihren Worten übersät. Sie hat es mit ihren Zeilen tätowiert. Es ist schier unmöglich für mich, ein Buch der Autorin emotionslos zu lesen, weil nicht nur die einzelnen Buchstaben, sondern es sogar zwischen den Zeilen vor Gefühlen nur so wimmelt.
Auch die Tatsache, dass mich ihre Geschichte am Anfang etwas an „Ein ganzes halbes Jahr“ erinnert hat, änderte nichts daran, dass ich „The light in us“ mit jeder Faser meines Körpers geliebt und vor allem gelebt habe.
Der Vergleich zwischen dem bekannten und mittlerweile sogar verfilmten Buch von Jojo Moyes ist zum Glück nur leicht vorhanden. Ich kann sagen, dass mir das Werk von Emma Scott sogar noch besser gefallen hat. Es ist zwar auch sehr leise, ihre Emotionen treffen den Leser allerdings richtig laut und mit voller Wucht.
Die Figuren sind mal wieder ausgesprochen gut gezeichnet. Sowohl Charlotte, eine in sich gekehrte Frau, die traurig über einen tiefen Verlust ist und diesen nie verarbeitet hat, als auch Noah, ein ehemals erfolgreicher Journalist haben viel verloren. Beide suchen den Weg zurück ins Leben, einer von ihnen bewusst, der andere unbewusst.

Aber Menschen besetzen nun mal bestimmte Plätze in unserem Herzen, und auf lange Sicht bringt es nur Kummer, sie woanders hinstopfen zu wollen.

Charlotte ging in die „Juilliard School“, da sie eine sehr gute Violistin ist. Durch einen schweren Schicksalsschlag hat sie ihre Violine allerdings ad acta gelegt. Sie kann nicht mehr spielen. Seit diesem Tag arbeitet sie in einem Restaurant und schafft es nur knapp über die Runden zu kommen. Besonders die Sorge ihre Miete rechtzeitig bezahlen zu können, ist ihr ständiger Begleiter. Charlotte ist traurig, überspielt diese Traurigkeit jedoch gerne damit, dass sie sich einigelt.
Noah war ein sehr erfolgreicher Journalist. Mit seinen waghalsigen, sportlichen Aktivitäten und deren daraus konsultierten Artikeln verdiente er sehr gut und machte sein Hobby zum Beruf. Aufgrund eines Unfalls wurde ihm jetzt jedoch sehr viel genommen. Noah wurde verbittert und macht absolut dicht. Da er Hilfe braucht, ist schon bald Charlotte an seiner Seite, doch selbst sie kommt zuerst nicht an ihn heran.

„[…] Die Liebe hat mir zwei Dinge gezeigt: Sie kann sich real anfühlen und trotzdem eine komplette Lüge sein, und man kann sie dir plötzlich wegnehmen, und du stehst einfach da mit leeren Händen.“

Da beide Protagonisten abwechselnd in der Ich-Form mit dem Leser sprechen, habe ich sowohl zum männlichen, wie auch zum weiblichen Part eine sehr enge Beziehung aufgebaut. Die schrecklichen Ereignisse führten dazu, dass ich gleichermaßen mit ihnen geweint, mich an einigen Stellen aber natürlich auch mit ihnen gefreut habe. Ich konnte das Knistern regelrecht spüren und hatte Schmetterlinge im Bauch. Das spricht für das Können der wunderbaren Autorin. Ich habe ihre All-In Dilogie schon verschlungen, doch mit „The light in us“ legt sie sogar noch mal eine Schippe drauf. Sie beschreibt wundervoll die Gefühle der Protagonisten, nimmt vor den schrecklichen Ereignissen aber auch kein Blatt vor den Mund. Den Unfall, den Noah erleiden musste, ist schlimm. Ich konnte total nachvollziehen, dass er da dicht macht. Doch nicht nur sein Schicksal, sondern auch das von Charlotte hat mich sehr berührt. Die Zeit, wo sich die beiden annähern und sich so unbewusst aus der Tiefe helfen, hat mich wirklich mitgenommen. Den gesamten Roman über, habe ich zig Taschentücher vollgeheult.

„Hoffnung ist etwas Wunderbares […] Hoffnung sind Abstufungen von Schwarz statt reines Schwarz, und das haben Sie im Augenblick nicht. Stattdessen haben Sie Gewissheit. […] Es liegt Frieden in der Gewissheit. Sie ist ehrlich. Es gibt kein Vielleicht. Nur die Wahrheit.“

Emma Scott hat es erneut geschafft, mich völlig zu packen. Ich liebe die Geschichte von Charlotte und Noah sehr. Sie ist voller Gefühl und hat noch weitaus mehr zu bieten. Von Freundschaft, über Trauer, bis hin zu Liebe und Hoffnung ist wirklich alles dabei. Ich bitte euch: Lest die Geschichten von Emma Scott, denn sie sind einfach wunderbar!

************************************************************************************************************************

 

Weitere Rezension: Veras Literaturtraum

Die Reihe: The light in us | You are my light (Novelle | eBook)

 

Dir hat der Beitrag gefallen? Dann mach doch auch andere darauf aufmerksam!

No Comments

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.