Rückblick August

Posted on 17. September 2019 by Dörte

Im August habe ich wieder mal ein bisschen mehr zum familiären Block zu sagen, als über die Bücher, die ich gelesen habe. Zwar bin ich mit vier gelesenen Büchern mal wieder richtig gut in meinem persönlichen Durchschnitt, viel mehr war aber dennoch privat los. Leider sind eher negative Dinge im August geschehen, die sich auch noch ein bisschen in den September gezogen haben. Aber, zum Glück sitze ich jetzt hier und kann darüber schreiben. Wenn es ganz blöd gelaufen wäre, wäre mir dies nicht mehr möglich gewesen. Ich hatte quasi Glück in diesem ganzen Unglück.

 

 

Am Ende des Monats wurde ich stationär im Krankenhaus aufgenommen und diese Zeit habe ich tatsächlich am meisten zum Lesen genutzt. Ich habe ständig auf Ergebnisse warten müssen und halt nichts zutun gehabt und so habe ich mir mal meine Reihe rund um Rizolli & Isles vorgenommen. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich die letzten beiden Bände der Reihe gelesen und bin echt ein bisschen sauer auf mich, warum ich das habe so lange schleifen lassen. Jetzt kann ich es kaum noch abwarten, bis ein neuer Band der Reihe erscheint.

Blogtechnisch war es ebenfalls eher ruhig. Ich hatte ewig viele Rezensionen zu schreiben, aber irgendwie mal wieder ein Brett vor dem Kopf. Mir fiel einfach nicht ein, wie ich meine Gedanken in Worte verpacken sollte. Erst nachdem ich wieder zu Hause war, ging es mir leichter von der Hand. Seitdem schreibe ich fleißig und versuche auch immer noch einige Ideen umzusetzen. Zusätzlich dazu fällt mir euch immer was Neues ein, was ich machen könnte. Das ist auf einer Seite richtig gut, aber auf der anderen Seite frustriert es mich, dass ich da nicht so in die Pötte komme. Mal schauen, ob das im September anders ausschaut.

 

 

Gelesen:

 

Beide Fortsetzungen haben mir gut gefallen
Flying high | Zwei Versprechen

 

„Flying high“ hat mir gut gefallen. Ich war sehr gespannt darauf zu erfahren, wie Bianca Iosivoni die Geschichte weiterspinnt, da ich mit dem Ende des ersten Bandes nicht so ganz zufrieden war. Ich denke, viele von euch haben die Werbung für das Buch mitbekommen. Gerade dieses „Mutig sein“ hat mir Bauchschmerzen bereitet. Mit der Fortsetzung wurde ich aber versöhnt. Die Fortsetzung von „All in“ hat mir noch einen ticken besser gefallen. Ich mag dies riesigen Gefühle, die Emma Scott nicht nur bei ihren Protagonisten, sondern ebenfalls bei mir auslöst. Die Dilogie hat mich abwechselnd zerstört und wieder zusammen gesetzt. Ich liebe sie sehr und kann sie euch daher nur ans Herz legen.

 

Pageturner! vs. „Okay-Buch“
Jeden Tag ein Wort von dir

 

 

„Der Schneeleopard“ begann für mich eher schleppend. Dadurch, dass man sich zuerst im Dschungel Afrikas befindet, hatte ich einen etwas schweren Start. Ich fand es ein bisschen langweilig und wusste auch nicht so richtig, wohin das alles führen würde. Als ich mich drauf eingelassen und meinen Platz in der Geschichte gefunden hatte, ging es jedoch Schlag auf Schlag. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Wie ich schon gesagt habe: Ich hätte das Buch niemals so lange auf dem SuB lassen sollen!
Ein ganz anderes Kaliber ist „Jeden Tag ein Wort von dir“. Es passt irgendwie so gar nicht rein in diesem Monat, gelesen habe ich es dennoch. Im Grunde genommen ist die Geschichte eine wirklich traurige, wenn denn die Emotionen gänzlich bei mir angekommen wären. Das war aber nicht so. Alles in allem kann ich schon sagen, dass es eine nette Geschichte und die Beziehung der Figuren schon recht süß ist. Vom Hocker gerissen hat mich das Buch hingegen leider nicht.

 

 

 

 

Der August hatte es absolut in sich. Ich hätte niemals damit gerechnet, was er für uns bereithalten wird. Umso überraschter war ich. Leider aber im negativen Sinne und nicht positiv.
Bevor ich da aber näher drauf eingehe, gibt es erstmal ein aktuelles Bild von meinem Mini. Von meinem Sonnenschein. Er ist mit Abstand einfach das Beste, was mir passiert ist. Das kann ich nur immer wieder aufs Neue sagen.

Mein Schatz hat im August mal wieder tierische Sprünge gemacht. Besonders was seinen Wortschatz angeht, staune ich jeden Tag. Neulich fing er an „Anton, Matthäus!“ Wir hatten erst keine Ahnung, was er meinte, also haben wir ihn beobachtet. Ziemlich schnell sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass er damit „Achtung, fertig, los“ meint.
Und so geht es immer weiter. Er redet und redet und redet. Was so großartig ist! Von nun an kann er uns genau sagen, was er möchte. Wir müssen nicht rätseln, warum er weint. (Jedenfalls nicht mehr so viel)
Zudem ist aus dem kleinen Baby ein willensstarkes, glückliches Kleinkind geworden. Er liest gerne, baut gerne mit uns große Türme. Aber er kuschelt auch sehr gerne. Insbesondere abends, bei unserem Einschlafritual. Ich genieße es sehr, wenn er auf mir einschläft. Ich liebe es, dass er sich auf meinen Arm beruhigen kann, wenn er traurig oder wütend ist. Und es macht mich zu einem unfassbar glücklichen Menschen, wenn ich mein Kind aus vollem Herzen lachen höre. Mutter sein ist meine Bestimmung. Es ist der wertvollste Job der Welt, der er wird mit purer Liebe bezahlt. ♥

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Ein absoluter Albtraum

Wie ihr wisst, sind wir mitten in der Familienplanung. Nachdem wir im Mai leider unser zweites Kind zu den Sternen geben mussten, haben wir es zwar langsam angehen lassen, aber es trotzdem drauf ankommen lassen. Ich habe fleißig meinen Zyklus im Auge behalten und war frohen Mutes, dass es bestimmt bald wieder klappen wird.
Wie es dann letztendlich geklappt hat, hätte ich nicht gedacht. Im Nachhinein wünschte ich auch, dass es nicht passiert wäre, aber da steckt man ja leider nicht drin.

Ich hatte einen Kontrolltermin bei meiner Ärztin, da mein Zyklus so merkwürdig gewesen ist und ich auch Zwischenblutungen hatte. Da ich das nicht kenne und aufgrund meiner Vorgeschichte wollte ich das unbedingt abklären lassen. So war alles in Ordnung. Meine Ärztin sagte mir noch, das wir jetzt offiziell wieder „dürfen“ und ich bin freudig gegangen. Auf halber Strecke wurde ich zurückgerufen. Ich sollte noch mal zur Praxis kommen. Ich hatte keine Ahnung, was los war. Habe natürlich mit dem Schlimmsten gerechnet. Letztendlich bekam ich dann die „Diagnose“: Sie sind schwanger!

 

Aber das kann doch nicht sein!

Genau. Eigentlich war das schier nicht möglich, aber als ich den Test sah, gab es kein Unmöglich mehr. Es wurde also Blut abgenommen und mir später am Abend mitgeteilt, dass da irgendwas nicht in Ordnung sein kann. Das

ßhcg (Schwangerschaftshormon) stieg zwar fleißig an, mein Progesteronwert war allerdings viel zu niedrig. Zuerst dachten wir noch mit einem Mittel die Schwangerschaft aufrecht erhalten zu können, doch etwas später war klar, dass ich schlicht nichts tun könnte. Nach einem ziemlichen Psychoterror, der genau zwei Wochen andauerte war klar, dass es sich um eine Eileiterschwangerschaft handelte. Ich wurde also zwei Mal innerhalb von drei Tagen operiert, worunter ich noch heute leide. Meine Schulter tut aufgrund der Bauchspiegelung richtig gemein weh und auch ansonsten fühle ich mich noch müde und schlapp.
Glücklicherweise ergab die Nachuntersuchung, dass sowohl im Uterus in Ordnung ist, als auch mein ßhcg fleißig gesunken ist. Damit können wir arbeiten. 🙂 Jetzt muss ich nur noch ein einziges Mal zur Kontrolle. Da müsste der Wert weniger als sechs sein, womit wir alles überstanden hätten. Das war wirklich nicht witzig kann ich euch sagen.

 

Pausieren? Soll es nicht sein?!

Ich bekomme von allen Seiten zu hören: „Wollt ihr jetzt nicht erstmal eine „Pause“ machen?“; „Ist es nicht besser, wenn ihr aufhört?“; „Gebt euch doch mit eurem Sohn zufrieden!“ Entschuldigung, aber nein! Wir sollen unseren Kinderwunsch auf „Pause“ stellen? Und dann? Ist es in sechs Monaten wahrscheinlicher, dass es gut geht? Nein?! Warum sollen wir dann warten? Es spricht medizinisch absolut nichts dagegen, dass wir es weiter probieren. Solange wie der Wunsch nach einem Baby größer ist, als die Angst, dass es schief geht, werden wir nicht aufgeben. Wir möchten unsere Familie vergrößern. Mini soll großer Bruder werden. Das ist unser Wunsch und an diesem halten wir fest. Es macht mich traurig zu hören, dass wir uns mit unserem Sohn „zufrieden geben sollen“. Was bitte heißt das?! Ist Mini unser „Trostpreis“?! Nein, verdammt, er ist unser Jackpot! Wir lieben ihn wie verrückt! Ich hasse diesen Spruch! Nur weil wir uns ein zweites Kind wünschen heißt das noch lange nicht, das wir nicht glücklich und dankbar über unseren Sohn sind. Hallo? Er ist das Beste, was uns geschenkt werden konnte. Unser Sonnenschein und unser Ein und Alles. Wir sind so unfassbar stolz auf ihn, das kann sich niemand vorstellen. Aber, und das möchte ich betonen, wir sind keinesfalls zu gierig oder undankbar, nur, weil wir ihn zum großen Bruder machen wollen!

 

So, das musste mal raus. Wie ihr seht, ist wieder mal einiges los bei mir. Es wird tatsächlich niemals langweilig. 😉 Ich hoffe sehr, dass es bei euch ruhiger abgelaufen ist, im August?

 

 

Wie war euer August?
Habt ihr viel gelesen, und/oder etwas anderes Schönes erlebt?

 

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3 Comments

  • LeseWelle 18. September 2019 at 21:07

    Hallo Dörte!
    Wow, da ist wirklich einiges bei dir passiert. Ich hoffe, dir geht es wieder soweit gut.
    Ich finde das gut, das ihr euch von niemandem in eure Kinderwünsche reinreden lasst. Das ist eine Entscheidung die wirklich nur dir und deinem Mann zusteht. Punkt!
    Ich wünsche euch, dass ihr euren Mini zum großen Bruder machen könnt. 🙂

    Das mit dem Ärger über sich selber, wenn man so lange wartet bzw. braucht um eine Reihe weiterzulesen kenne ich. Ich schüttel auch jedes Mal den Kopf über mich selber wenn ich eine Reihe weiterlese, die ich schon viel früher hätte beenden sollten, weil sie einfach so gut ist. 😀
    Aber wie das so ist, dann kommt manchmal einfach ein anderes Buch dazwischen.
    Ich versuche nun bewusster meine angefangenen Reihen mal zu beenden, aber das klappt so semi-gut. 😉
    Liebe Grüße
    Diana

    Reply
    • Dörte 22. September 2019 at 22:14

      Liebe Diana,
      mir geht es so semi gut. Leider sind die Werte wieder mehr als nur besch***en und deshalb habe ich da immer noch mein Päckchen zu tragen, was irgendwie von Tag zu Tag immer größer wird. 🙁 Aber ich will nicht anfangen zu jammern. Irgendwann wird dieses Kapitel wohl auch mal abgeschlossen sein, damit wir uns unserem Happyend nähern können. 😉 Die Hoffnung stirbt zuletzt, auch wenn ich sie gerade nicht so wirklich besitze. 😐 Vielen lieben Dank für deine lieben Worte. Leider ist es jetzt wohl doch so, dass wir eine Zwangspause einlegen müssen. Mal schauen, was der Arzt morgen sagt.
      Oh ja. Ich schaue ja jetzt ständig eine andere Reihe an, die schon ewig darauf wartet, weiter gelesen zu werden. Dieses Mal ist es die von Karin Slaughter, aber wie du schon sagst: Dann kommt hier ein Buch dazwischen und hier und da auch noch. Es ist echt ein Kreuz. 😉
      *lach* Bei mir klappt das „Reihen auf den neuesten Stand lesen“ auch eher semi gut. Ist gerade wieder zum Stillstand gekommen, weil mich gerade so wahnsinnig viele andere Bücher mehr interessieren. Mein SuB wird irgendwie auch nicht mehr kleiner. 😐 😉
      Starte gut in die neue Woche!
      Alles Liebe
      Dörte

      Reply
      • LeseWelle 23. September 2019 at 20:32

        Das tut mir leid zu hören. Ich drücke euch weiterhin die Daumen, dass der Arzt bald gute Nachrichten für euch hat. 🙂
        Oh ja, der SuB. Das ist natürlich so ein Thema für sich und mit meinem möchte ich da gar nicht anfangen. 😀
        Aber so lange man den Spaß am lesen nicht verliert ist es ja eigentlich egal zu welchem Buch man greift. 😉
        Schönen Abend noch
        Liebe Grüße

        Reply

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