Tess Gerritsen – Der Schneeleopard

Posted on 22. September 2019 by Dörte

Original: Die Again
Rizolli & Isles #11 | 20.04.15 | 416 Seiten | Limes | Autorin | Leseprobe | Kaufen

Die Polizei von Boston ermittelt in einem bizarren Mordfall. Die Leiche eines Jägers und Tierpräparators wurde gefunden – ausgeweidet und aufgehängt wie eines seiner Beutetiere. In den Wäldern werden Knochenreste eines weiteren Opfers entdeckt. Doch Boston ist nicht das einzige Jagdrevier des Killers. Es scheint eine Verbindung zu einem fünf Jahre zurückliegenden Vorfall in Botswana zu geben, wo die Teilnehmer einer Safari auf ungeklärte Weise verschwanden. Jane Rizzoli reist nach Afrika, um dem heimtückischen Mörder auf die Spur zu kommen …

 

Der Tod war ein Star, der immer sein Publikum anzog.

In „Der Schneeleopard“ erzählt Tess Gerritsen nicht nur in der Gegenwart, was sich gerade wieder in Boston für Mordfälle ereignen, sondern ebenfalls, wie ein paar Jahre zuvor, eine kleine Gruppe den afrikanischen Dschungel unsicher macht. Zuerst haben mich die Ausflüge nach Afrika ein bisschen gelangweilt, mit der Zeit wurden sie allerdings zu einem festen Bestandteil der Geschichte, nicht mehr wegzudenken und ebenfalls spannend. Schon am Anfang beginnt man damit sich zu fragen, in wie weit diese Erzählstränge miteinander zu tun haben. Haben sie das überhaupt? Ich habe überlegt, mir verschiedene Dinge zurechtgelegt, aber zu einem wirklichen Ergebnis kam ich erst ziemlich spät. Mit diesem hatte ich zwar Recht, dennoch gibt es bei dieser Lösung hingegen so vieles zu entdecken, dass mir jetzt immer noch der Mund offen steht.
Tess Gerritsen ist eine Meisterin in ihrem Fach. Ihre Thriller stehen stets auf den Bestsellerlisten. Zurecht, wie sie in „Der Schneeleopard“ erneut unter Beweis stellt.

„Die Menschen sind das Problem, nicht wahr?“

Da ihre Reihe rund um das Ermittlerduo „Rizolli & Isles“ mit diesem Band bereits in die elfte Runde geht, haben sich natürlich auch ihre Protagonisten weiter entwickelt. Nicht nur dieses Unterfangen stelle ich mir schwierig vor, sondern auch  immer wieder neue Fälle aus dem Hut zu zaubern. Wie der Titel es schon erahnen lässt, spielt die Raubkatze hier  eine sehr große Rolle. Zusätzlich zu den Morden musste die Autorin also auch noch jede Menge Recherche mit in ihr Werk bringen, was ihr brillant gelungen ist.
Sie springt zwischen den Settings hin und her und baut an einem Kapitelende meist einen so gemeinen Cliffhanger mit ein, dass man vor Neugierde keine Chance hat, das Buch mal an die Seite zu legen. Es gab während ich der Geschichte gefolgt bin, jede Menge Ohs und Ahs. Es schüttelte mich bei einigen wirklich ekelerregenden Szenen und  ich knibbelte mir an den Fingernägeln, als die Spannung schließlich ihren Höhepunkt erreichte. Die Auflösung an sich war dann doch eine Überraschung für mich und das, obwohl ich mit so etwas in der Art gerechnet hatte.

„Manche würden aus so einem Erlebnis gestärkt hervorgehen,“ sagte Jane. „Und manche zerstört es.“

„Der Schneeleopard“ brilliert durch eine unerträgliche Spannung, die sich von der ersten bis zur letzten Seite durch das Buch zieht und dabei sogar noch an Fahrt aufnimmt. Alle Indizien ergeben Sinn. Das Ende erschreckt einen. Der elfte Fall von Rizolli & Isles ist sehr blutig und daher für zart besaitete Seelen eher nicht geeignet. Wen dies allerdings nicht stört, bekommt mit diesem Buch einen spannenden Thriller, der zurecht auf den Bestsellerlisten steht.

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Weitere Rezension: Kristinas Lesewelt

Die Reihe: Die Chirurgin | Der Meister | Todsünde | Schwesternmord | Scheintot | Blutmale | Grabkammer | Totengrund | Grabesstille | Abendruh | Der Schneeleopard | Blutzeuge

 

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