Emma Scott – All in, Zwei Versprechen

Posted on 16. September 2019 by Dörte

Original: All In
Full Tilt #2 | 31.01.19 | 416 Seiten | Lyx | Autorin | Leseprobe | Kaufen

Vom ersten Moment an wusste Theo, dass Kacey die Eine für ihn war. Doch sie gehörte zu dem einen Menschen, für den er alles tun, alles aufgeben würde. Theo war für Kacey bestimmt, doch sie nicht für ihn. Als ihrer beider Leben entzweigerissen wird und Kacey den Halt zu verlieren droht, ist er es, der sie vor dem Schlimmsten bewahrt. Vereint in ihrem Schmerz entwickelt sich eine tiefe Verbundenheit zwischen ihnen, die beiden den Mut gibt, wieder an ihre Träume zu glauben. Doch als klar wird, dass ihre Gefühle weit über Freundschaft hinausgehen, stehen sie vor der größten Herausforderung: ihre Versprechen einzulösen und der Liebe eine Chance zu geben.

 

Und wenn ich in hundert Kursen durchfalle und hundertmal gefeuert werde – ich werde nicht zulassen, dass ihr etwas geschieht.

„All in, zwei Versprechen“ hat mich zerrissen und  wieder zusammen gesetzt. Was ich für ein Gefühlschaos durchlebte, während ich der Geschichte rund um Theo und Kacey folgte, kann ich gar nicht in Worte fassen. Nachdem ich die Protagonistin schon im ersten Band sehr in mein Herz geschlossen hatte, ist diese Bindung im zweiten und finalen Band der Full Tilt-Dilogie sogar noch fester geworden. Ich konnte sie verstehen und mit ihr fühlen. Mehr als einmal hätte ich sie am liebsten in den Arm genommen, um sie zu trösten.
Emma Scott schafft es mit ruhigen Worten, laute und heftige Gefühle zu erzeugen. Nicht nur bei den Protagonisten, die mit ihrer Trauer, ihrer Wut und ihrer Liebe zurechtkommen müssen, sondern ebenfalls beim Leser, der irgendwann total von den ganzen Emotionen erschlagen wird und sich dort erst einmal wieder rauskämpfen muss. Mir hat es sehr gut gefallen, wie die Autorin mit ihren Worten umgeht. Wie sie es schafft, die Figuren lebendig werden zu lassen und den Leser an ihre Geschichte fesselt. „All in, zwei Versprechen“ lebt nicht von der Spannung, sondern vom sehr hohen Erzähltempo und, wie ich schon erwähnte, von den immens großen Gefühlen, die man auf jeder Seite greifen kann.

Wenn kleine Hoffnungsschimmer auftauchen, muss man an ihnen festhalten. Ihnen zulächeln. Was soll das Ganze sonst?

Wie sich die Geschichte entwickelt, war für mich logisch und nachvollziehbar. Ich empfand nichts als zu utopisch und hatte auch nicht das Gefühl, dass die Autorin vielleicht etwas zu viel erreichen möchte. Alles passte, nichts war überspitzt. Jede einzelne Figur hat ihre Geschichte und ihre Art, mit der Situation umzugehen. Ich verstand in welcher Zwickmühle sich Kacey und Theo befanden und konnte ebenfalls verstehen, wie die Familie und Freunde darauf reagierten. Es war alles total einleuchtend. Dieser schmale Grat, auf dem sich die Protagonisten befinden, hat Emma Scott sehr gut rüber gebracht. Es scheint meist so aussichtslos, aber dennoch so voller Hoffnung.
Auch das Ende hat mir sehr gefallen. Im Grunde genommen habe ich die Erfahrung gemacht, dass gerade in diesem Genre am Schluss dann doch ein bisschen der Kitsch ausgekramt wird. Davon ist bei diesem wundervollen Buch aber zum Glück nichts zu spüren.

„Wo Ruinen sind, gibt es Hoffnung auf einen Schatz.“

Die „Full Tilt“-Dilogie ist eine meiner liebsten. Die Protagonisten sind allesamt total liebenswert, die Geschichte an sich total gut durchdacht und umgesetzt. Das mit Abstand Beste an dieser Dilogie sind aber die immens großen Gefühle, die die Autorin von ihren Figuren zum Leser überträgt. Ich habe gelacht und geweint und mich mit diesem Buch absolut wohl gefühlt. Emma Scott hat sich in mein Herz geschrieben und gehört jetzt zweifellos zu meinen liebsten Autorinnen.

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