Rückblick Juni

Posted on 11. Juli 2019 by Dörte

 

Ich habe erst mit dem Gedanken gespielt, den Rückblick vom Juli ausfallen zu lassen. Aber dann dachte ich mir, dass es eben auch Zeiten gibt, in denen mir nicht die Sonne aus dem Popo scheint. Diese einfach zu verschweigen finde ich irgendwie auch nicht richtig. Außerdem hat mir die Zeit, in der es mir nicht so gut ging, einiges an gelesenen Büchern beschert. Darauf werde ich gleich noch genauer eingehen. Neben den Bücher gibt es noch zwei Personen, die mir in der schweren Zeit wirklich sehr geholfen haben. Und das sind mein Ehemann und natürlich mein Mini. Ich bin unfassbar dankbar darüber, wie mein Mann mir zur Seite stand, wie wir uns gegenseitig aufgefangen haben. Dieser Schicksalsschlag hat uns noch weiter zusammengeschweißt. Tja, und Mini hat mir jeden Tag mit seinem Lächeln und seinem Lachen die Sonne zurück in mein Herz geholt. Ich bin sehr glücklich darüber, die zwei in meinem Leben zu haben. ♥

 

Wie schon gesagt, war ich im Juni sehr viel am Lesen. Es hat mir geholfen die Realität auszublenden. Ich bin in verschiedene Welten versunken und war wirklich total weg. Das hat mir immens gefallen. Meine Leidenschaft was Thriller angeht, wurde jetzt wieder neu entfacht. Ich konnte die ja ewig nicht lesen, weil ich so „mimimi“ veranlagt bin, seit ich Mama geworden bin. Seitdem geht mir das alles viel mehr zu Herzen und ich kann so schreckliche Dinge nicht mehr lesen. Die zwei Thriller, die ich im Juni gelesen habe, waren da genau das Richtige.

 

Viel gelesen, wenig rezensiert

Trotz der Challenges, bei denen ich mich angemeldet habe, habe ich sehr wenig rezensiert. Dabei sollten die mich ja imaginär in den Hintern treten, mehr zu rezensieren. Nun, das hat nicht so gut funktioniert im Juni. Die offenen Rezensionen werde ich allerdings noch nachholen. Das steht ganz oben auf meinem Zettel. Ich bin auch gut dabei. Von sechs gelesenen Büchern, habe ich mittlerweile vier rezensiert. Mal schauen, ob ich die anderen beiden heute auch noch abtippen kann. Ich habe, was das angeht, momentan irgendwie nicht die Idee, wie ich die letzten beiden beginnen soll. Wenn ich erstmal angefangen habe, ist das kein Problem mehr. Geht euch das auch so?

 

 

Gelesen:

 

Beide sehr gut
Liebes Kind | Für immer Rabbit Hayes

„Liebes Kind“ hat mich echt umgehauen! Ich wollte es dir ganze Zeit lesen, habe mich aber nicht getraut, weil ich Angst hatte, es könnte zu heftig für mich sein. Letztendlich bereue ich es jetzt, es nicht schon früher gelesen zu haben. Es ist zurecht in aller Munde gewesen.
„Für immer Rabbit Hayes“ habe ich als Überraschung vom Verlag bekommen. Das Buch ist ein sehr ruhiges Buch, was erst wirken muss, wenn man es gelesen hat. Ich war erst unschlüssig, wie ich es bewerten soll. Doch je mehr ich drüber nachgedacht habe, desto mehr mochte ich die Geschichte. Sie ist schon etwas Besonderes.

 

 

Großartig und okay
Finsterwald | Dry

„Finsterwald“ hat mir richtig gut gefallen. Ich bereue es etwas, es nicht schon viel früher vom SuB befreit zu haben. Die Geschichte ist sehr spannend und lässt sich zügig lesen. Und das, obwohl es für einen Thriller schon ziemlich lang ist. Die Ermittlerinnen sind ebenfalls wieder großartig gezeichnet. Ich bin ein großer Fan der Reihe.
„Dry“ fand ich zu Beginn sehr stark, die Spannung legte sich allerdings, als die Protagonisten mit dem Auto unterwegs waren. Der Roadtrip war mir  viel zu sehr in die Länge gezogen, was die Spannung für mich zum Erliegen brachte. Was ich vom Ende halten soll, weiß ich auch noch nicht so richtig.

 

 

Haben mir beide gut gefallen
Falling Fast

„Falling fast“ habe ich regelrecht inhaliert. Ich mag den Schreibstil der Autorin wirklich sehr und würde mich daher als Fan ihrer Bücher bezeichnen. In dieser Geschichte konnte ich versinken und durch das hohe Tempo war ich auch sehr schnell durch. Im Grunde genommen ist dieses Buch ein Pageturner für mich, allerdings sehe ich es auch bedenklich, was für eine Botschaft damit rüberkommen kann. Ich möchte da jetzt nicht näher drauf eingehen, sonst würde ich spoilern. Wenn ihr das Buch gelesen habt, werdet ihr bestimmt wissen, was ich damit sagen will.
„Mein Leben ohne gestern“ hat mich nachdenklich gestimmt. Im Grunde genommen mochte ich das Buch ganz gerne, was ich hingegen nicht so gut fand ist die Struktur. Mir kam es mehr wie ein Protokoll, denn wie eine „normale“ Erzählung vor, was das Ganze für mich manchmal ins Stocken brachte. Alice Geschichte an sich hat mich berührt.

 

 

 

 

Wisst ihr, ich habe es nie geglaubt, wenn mir jemand gesagt hat: „Die Kinder werden so schnell groß.“ Doch seit wir den Mini haben, kann ich das ziemlich gut nachvollziehen. Unser Sonnenschein hat im letzten Monat einen unfassbar großen Sprung gemacht. Nicht nur einen Wachstumsschub, sondern auch was seine Sprache betrifft. Mir kommt es so vor, als würde er jeden Tag ein paar Wörter mehr von sich geben. Klar, manche kann man noch nicht

100% verstehen, weil er sie noch nicht ganz klar ausdrücken kann. Ich weiß dennoch zu 95% was er von mir möchte. Sehr niedlich ist es, wenn er etwas möchte und ganz lieb „Ja, bitte.“ sagt. Ganz hoch im Kurs steht momentan auch das Hallo-Sagen. Dazu winkt er mit seiner rechten Hand. Mini hat sich auch etwas von der Mama abgeguckt. Wenn ihm etwas passiert, er ein bisschen ungeschickt ist, dann sagt er „Huch!“ Da könnte ich mich jedesmal wegschmeißen vor Lachen. ♥

 

Premieren

Ganz neu hat er seine Liebe für Dinosaurier entdeckt. Sehr zur Freude seines Vaters. Es geht mir jedes Mal das Herz auf, wenn ich sehe, wie meine beiden liebsten Männer in einem Dino-Buch vertieft sind und mein Mann dem Kleinen so viele Dinge erklärt. Unser Sonnenschein ist das sehr aufmerksam.
Ebenfalls eine Premiere gab es im Juni aufgrund des heißen Wetters: Vater und Sohn waren zusammen im Freibad. Mini liebt es zu baden und zu plantschen. Er ist total verrückt nach Wasser. Ganz egal, ob im Freibad, zu Hause in seinem Plantschbecken, oder im Bad in der Badewanne. Er ist eine totale Wasserratte, genau wie seine Eltern. 🙂 Ich habe im letzten Monat ein paar Wasserbomben für ihn gekauft und mich daran erfreut, wie er sie erkundet hat. Süß anzuschauen war es, als sie geplatzt sind und er ganz außer sich die ganze Zeit sagte: „Ballon – putt“ Er kam da den ganzen Tag nicht von, dass sein Ballon kaputt gegangen ist.

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Freud und Leid liegen nahe beieinander

Wie ihr wisst, haben wir Ende Mai erneut einen schweren Schicksalsschlag erleiden müssen. Der Verlust unseres Sohnes Niklas in der 15. SSW war ein Schock. Selbst heute begreife ich noch nicht, warum es passieren musste. Der Juni war sehr, sehr Tränenreich. Nach der Op ging es leider noch unschön weiter, was wir erstmal irgendwie verpacken mussten. Das war alles nicht leicht und das ist es immer noch nicht. Ich kann nicht damit umgehen, erneut ein Leben verloren zu haben. Und ich kann nicht damit umgehen, dass es absolut kein Ende findet. Versteht mich nicht falsch, ich werde Niklas genau so wenig vergessen, wie ich Ilias vergessen werde. Mit dem „Ein Ende finden“ meine ich, dass ich zur Ruhe kommen kann. Vorerst damit abschließe. Es ist allerdings jedes Mal irgendwas bei der Untersuchung gewesen. Hier war noch etwas in der Gebärmutter, dort musste ich noch einmal ins Krankenhaus. Wenn ich dachte, es geht endlich bergauf, wurde ich wieder in meine kleine Grube geschubst.

 

Veränderungen

In dieser Zeit habe ich mich nicht nur innerlich verändert, sondern habe wirklich alles mir mögliche getan, um mich auch äußerlich zu verändern. Von neuen Klamotten, bis hin zu einer neuen Frisur ist alles dabei. Irgendwie ist es tatsächlich so, dass man nach Veränderungen schreit, die man selbst in der Hand hat, wenn etwas passiert ist, was man nicht in der Hand hatte und somit nicht beeinflussen konnte. Geht euch das auch so?
Ich bin jedenfalls gespannt, wie es jetzt weiter gehen wird. Auf Instagram nehme ich euch mit auf meine Reise (zum zweiten Wunschkind). Da geht es mehr um meine Familie, als hier auf meinem Blog. Wenn ihr also Lust habt, mich dahingehend zu begleiten, dann schaut einfach mal rechts oben in der Sidebar, da ist mein Account verlinkt. 🙂

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Wie war euer Juni?
Habt ihr viel gelesen, und/oder etwas anderes Schönes erlebt?

 

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2 Comments

  • sommerlese 12. Juli 2019 at 11:09

    Hallo meine Liebe,

    das war ein sehr ehrlicher und offener Rückblick von dir! Danke, dass du uns so sehr in dein Innerstes hast schauen zu lassen. Was für ein schrecklicher Verlust. Ich wünsche dir alles Liebe und bin froh, dass eure Partnerschaft so stabil ist und ihr große Freude an eurem Sohn findet. Dieses Kinderlachen wird dich auch wieder auf andere Gedanken bringen, da bin ich mir sicher.

    Zu deinen gelesenen Büchern kann ich nur sagen, Hut ab. Denn trotz dieser Ereignisse hast du wirklich viel gelesen.

    Komm erst mal wieder zur Ruhe und verarbeite das Erlebte, dann geht es bestimmt auch bald wieder aufwärts.

    Liebe Grüße
    Barbara

    Reply
    • Dörte 27. Juli 2019 at 15:48

      Hallo Liebes,
      danke für deinen lieben Kommentar. 🙂
      Entschuldige bitte, dass ich jetzt erst antworte. Wir waren im Urlaub.
      Weißt du, ich möchte euch einfach zeigen, dass es eben nicht nur Tage gibt, an denen bei uns die Sonne scheint, sondern das es nunmal auch mal anders kommen kann. Noch mehr Realität ins Bloggen bringen. Wenn ich euch schon dran teilhaben lasse, dann bin ich so ehrlich und schreibe auch die weniger schönen Dinge.
      Du hast Recht: Mein kleiner Strahlemann bringt mich immer auf andere Gedanken. Geht es mir nicht gut, kommt er um die Ecke, sagt: „Mama, tuscheln (=Kuscheln)“ und schon ist alles andere nicht mehr so schlimm. ♥
      Ich bin im letzten Monat regelrecht geflohen vor der Realität. Deswegen habe ich so viel gelesen. Zudem konnte ich mich auch nicht aufraffen, irgendwas anderes zu machen.
      Ich wünsche dir ein schönes Wochenenende.
      Alles Liebe
      Dörte

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