Leserunde | Silke Schütze – Wir nannten es Freiheit

Posted on 18. März 2019 by Dörte

 

Ich freue mich sehr darauf, im Zuge der Knaur. Challenge nun meine zweite Leserunde einläuten zu können. Ich hoffe sehr, dass mich dieses Exemplar auch begeistern wird. Bei der letzten Runde war es leider nicht so. 😐 Aber ich bin sehr optimistisch, dass mich Silke Schütze überzeugen wird. 🙂

Falls ihr dieses Buch auch bereits zu Hause und Lust habt mitzumachen, dann dürft ihr euch sehr gerne anschließen. 🙂

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Inhalt:

Berlin, 1916: Die herzliche, resolute Lene hat soeben ihr Lehrerinnen-Seminar bestanden. Als sie sich in den verschlossenen Paul verliebt, scheint ihr Glück vollkommen. Dass Paul wegen einer Kriegsverletzung nicht arbeiten kann, ist für Lene kein Hindernis: Sie liebt ihre Arbeit als »Fräulein« und kann genug Geld nach Hause bringen. Doch einer Hochzeit steht der sogenannte Lehrerinnen-Zölibat im Wege, ein Erlass, der verheiratete Frauen vom Schuldienst ausschließt. Entweder ihr Paul oder die Freiheit, den geliebten Beruf auszuüben? Eine unmögliche Wahl. Zu stark, um aufzugeben, kämpft Lene für die Freiheit, Liebe und Beruf zu vereinen.

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Teilnehmer:

Anke
Martina
Daniela
Ich

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Abschnitte:

01: Kapitel 01 – Kapitel 05 | Seite 09 – Seite 77
02: Kapitel 06 – Kapitel 10 | Seite 78 – Seite 151
03: Kapitel 11 – Kapitel 14 | Seite 152 – Seite 238
04: Kapitel 15 – Kapitel 18 | Seite 239 – Seite 315
05: Kapitel 19  –  Epilog | Seite 316 – Seite 393

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Und nun ran an die Bücher und ganz viel Spaß ♥

 

 

 

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44 Comments

  • Dörte 18. März 2019 at 10:53

    Abschnitt 1:

    Reply
    • Martinas Buchwelten 20. März 2019 at 18:39

      Lehrerinnengehalt mit Handel am Schwarzmarkt auf. Sie wohnt mit ihrer Mutter in einem Hinterhaus und diese ist oftmals krank. In der Schule kann sie nicht richtig Fuß fassen und sie fühlt sich als Außenseiterin. Danach gibt es eine kleine Rückblende, wo erzählt wird, wie sie Paul kennenlernt und sich mit ihm verlobt. Das ging ja ziemlich schnell,auch wenn er in den krieg ziehen muss. Lene ist sich aber sicher, dass er der Richtige ist. Eizig die Sorge, dass sie – wenn mal verheiratet – nicht mehr als Lehrerin unterrichten darf.
      Manchmal bemerkte ich schon, dass die Autorin normaler Weise keine historisch angehauchten Romane schreibt, sondern in der Gegenwartsliteratur angesidelt ist. Im zweiten Abschnitt bessert sich das aber etwas….ich will aber noch nicht vorgreife, sondern warte hier erst Mal die ersten Kommentare ab. ich hoffe wir haben noch ein bisschen Diskussionsstoff!

      Reply
      • Martinas Buchwelten 20. März 2019 at 18:41

        Ups…jetzt habe ich die ersten zeilen abgeschnitten…..ich schrieb, dass ich gleich gut in die Geschichte gestartet bin und es spannend beginnt, als Lene auf der Flicht vor der Polizei ist.

        Reply
      • Anke (Svanvithe) 26. März 2019 at 18:53

        @Martinas Buchwelten, hast du vielleicht ein Beispiel, woran du festmachst, dass dir die Art des Schreibens nicht historisch genug ist. Ich meine, wir haben das Jahr 1916 und der Sprachgebrauch ist ja um die Zeit nicht mehr wie im Mittelalter.

        Ich kenne noch keine Bücher von Silke Schütze, bin aber von ihrer Art zu schreiben recht angetan.

        Reply
        • Martinas Buchwelten 28. März 2019 at 19:52

          Ich kann das jetzt nur gefühlsmäßig sagen, da ich ja sehr viele Bücher aus dieser Zeit lese. Irgendwann wurde ich glaube mal erwähnt, dass irgend jemand noch seinen Eltern mit „Sie“ ansprechen musste und dies ja schon vorbei sei. Das ist zum Beispiel nicht so gewesen, denn ich kenne sogar noch eine Freundin von mir, die mit ihren Eltern per Sie war und auch während des zweiten Weltkrieges (und hier haben wir den Ersten WK!) waren noch viele mit ihren Eltern per sie. Lene ist zwar mitihren Kolleginnen noch per Sie, aber nicht mit ihrer Mutter.

          Generell fühle ich die Atmosphäre eben als zu wenig historisch, vorallem wie auch vieles andere erzählt wird. Es werden zwar die Themen behandelt, wie Hunger, Schwarzmarkt, Kriegstrauma aber mir fehlt hier etwas. Ich kann es leider nur gefühlsmäßig beschreiben. Wenn ihr einen historischen und wirklich tollen Roman zu dieser Zeit lesen wollt (und er kommt aus dem Knaur Verlag), dann liest die Reihe um das Gut Greifenau von Hanna Caspian. Vielleciht versteht ihr mich dann besser 😉 Und auch hier ist eine Lehrerin involviert.

          Reply
    • Dörte 20. März 2019 at 21:47

      Ich kann sagen, dass mir das Buch bisher ziemlich gut gefällt, was mich total freut. 🙂
      Lene ist mir sehr sympathisch, sie ist menschlich, empathisch und mir äußerst sympathisch. Ich mag auch ihre Unsicherheit, die macht sie irgendwie noch liebenswerter, finde ich.
      Gleich den Start fand ich ziemlich stark. Da flogen die Seiten nur so an mir vorbei. Die Geschichte mit den Polizisten war sehr spannend. Schön, wie Silke Schütze den Spannungsbogen da schon zur Geltung gebracht hat. 🙂
      Auch die Geschichte mit Paul fand ich ziemlich süß. Krass, wie schnell das gegangen ist. Aber da sieht es man es mal wieder: Es ist völlig egal, wie lange man zusammen ist, wenn es passt, dann passt es eben.
      Ich bin sehr neugierig, wie es weiter geht und hoffe, dass ich den zweiten Abschnitt, trotz Müdigkeit, noch abschließen kann.

      Ich habe jetzt nicht das Gefühl gehabt, das man merkt, dass Silke Schütze eigentlich eher Gegenwartsliteratur schreibt. Allerdings habe ich die historischen Romane auch gerade erst für mich entdeckt. Habe da also noch nicht wirklich viel Erfahrung.

      P.S. Auf Seite 38 heißt es: Das Mädchen hielt die Luft an und wurde blass. Lene fühlte mit ihm. Ich habe mir die Stelle mal markiert, weil ich das irgendwie komisch finde. Es klingt seltsam. Müsste es nicht heißen Lene fühlte mit ihr?

      Reply
      • Anke (Svanvithe) 26. März 2019 at 18:56

        @Dörte, das ist grammatikalisch korrekt, weil „das“ Mädchen in dem Fall sächlich ist. Dein Verbesserungsvorschlag wäre richtig, wenn dort stehen würde: „die“ junge Frau“ oder beispielsweise ein weiblicher Vorname.

        Reply
    • Stempelbavaria 21. März 2019 at 16:05

      @Dörte, stimmt! Ist mir auch aufgefallen.

      Die Geschichte gefällt mir sehr gut! Der Roman liest sich flüssig, schon ab den ersten Seiten war ich mittendrin.

      Lene finde ich sympathisch, ihre Unsicherheit und Gefühle kann ich nachvollziehen. Ihre Verlobung mit Paul (den lesenden Kohlehändler) passierte sehr schnell, sowas ist aber aus dem Leben gegriffen. In Kriegszeiten leider nicht selbstverständlich, aber ich denke dass Lene ihren Paul wiedersehen wird.

      Die Nebencharaktere sind interessant.
      Lenes Mutter finde ich liebenswert und bin gespannt ob wir erfahren wer ihr die Kette mit den silbernen Kreuz geschenkt hat … das Leben war es bestimmt nicht 😉 Vielleicht Lenes Vater?

      Ob Lene sich mit Fräulein Oldenburg anfreundet?
      Der Mann mit der Schiebermütze ist bestimmt ein Schmuggler.
      Meine Gefühle zu dem Direktor sind ambivalent und Lene hat es nicht einfach als Vertretungslehrerin.
      Hoffe, dass sie sich mit den anderen Lehrerinnen anfreundet, alleine sein ist nicht schön!

      Nun lese ich weiter …

      Reply
      • Martinas Buchwelten 23. März 2019 at 11:02

        @Stempelbavaria: Ich mag die Charaktere auch sehr. Als Vertretungslehrerin hat es Lene nicht leicht und noch fühlt sie sich etwas einsam.
        Auch wenn es mir mit der Verlobung zu schnell ging, hat der Krieg viele solche Blitzverlobungen und -hochzeiten notwenig gemacht. Ich hoffe nur, dass Lene nicht Probleme durch die Schmugglerei bekommt.

        @Dörte: Da ich sehr viel historisch lese, finde ich die Sprache und manche handlungen von Lene nicht ganz der Zeit angemessen….

        Reply
        • Dörte 24. März 2019 at 9:42

          Dann ginge es mir mit der Sprache sicherlich genauso. Aber wie schon gesagt, ich habe das Historische erst ganz neu für mich entdeckt und bin noch nicht so drin, als das ich das merken, bzw. dass es mich stören würde.

          Reply
    • Anke (Svanvithe) 26. März 2019 at 19:11

      Für mich wird deutlich spürbar, wie stolz Lene auf ihren Beruf ist und wie sehr sie es bedauert, ihn eines Tages aufgeben zu müssen. Obwohl sie sich auf das gemeinsame Leben mit Paul freut, bleibt ein Rest Traurigkeit.

      Tatsächlich hat auch mich die plötzliche Verlobung überrascht. Aber wenn man bedenkt, dass früher schon innerhalb kürzerer zeit Ehen geschlossen wurden, bei denen sich die zukünftigen Partner nicht einmal vorher sehen konnten, haben die beiden Glück, dass sie sich eben schon kennen und sehr zugetan sind. Lene jedenfalls scheint genauso vernarrt in Paul zu sein wie er, der ja offensichtlich feinfühlig und ein wenig verräumt ist.

      Interessant finde ich, wie Lene ihre Gedankenwelt in drei Bereiche aufteilt: Schule und ihre Aufgaben und Pflichten dort, die Planungen und Transaktionen auf dem Schwarzmarkt und Paul und die Träume von einem Leben mit ihm. Mir gefällt, dass die Autorin thematisiert, wie schlecht es den Menschen bereits zu diesem Zeitpunkt gegangen ist, dass auch Menschen mit höherer Bildung nicht komplett den Lebensunterhalt von ihrem Einkommen bestreiten konnten und auf den Schwarzmarkt gehen mussten.

      Hiervon bin ich auch angetan: „Erziehung zur Freiheit. Ja, darum geht es. Frei sein, Freiheit. Die Freiheit, zu entscheiden, was man im Leben tun möchte. Das will ich auch meinen Schülerinnen beibringen. Denn das ist doch das Schönste: zu tun, zu arbeiten, was einen erfüllt.“ – Ist dies nicht noch heute unser Bestreben?

      Reply
  • Dörte 18. März 2019 at 10:53

    Abschnitt 2:

    Reply
    • Martinas Buchwelten 23. März 2019 at 11:10

      Lene wird in die Lehrerinnnenrige aufgenommen. Wie schön! Die Damen wollen alle nicht wieder an den herd zurückkehren, wenn der Krieg einmal vorbei ist. Und es ist die Zeit der tin England. Dieser neue Wind kommt auch in Berlin an und Lene ist begeistert. Sie möchte doch so gerne weiter als Lehrerin arbeiten – auch wenn sie verheiratet ist.
      Die kleine Pauline ist ein starkes Mädchen. Sie ist nicht auf den Mund gefallen, aber als sie und ihre Mutter in Not geraten, holt sie bei Lene Hilfe.
      Ich mache mir Sorgen um Lenes Mutter. Sie ist schon ziemlich schwach durch die immer wiederkehrenden Krankheiten.
      Paul wird verletzt und kommt zurück nach Berlin. Er hat Gas abbekommen und sein Bein ist schwer verletzt…aber er lebt und Lene eilt zu ihm

      Reply
    • Stempelbavaria 24. März 2019 at 9:44

      Mit den anderen Lehrerinnen kämpft nun Lene für das Frauenwahlrecht und die Gleichberechtigung für Frauen. (Gleichberechtigung ist auch 2019 immer noch ein Thema!)

      Pauline, ist mir sehr sympathisch.

      Lenes Mutter ist immer wieder erkältet, mach mir auch Sorgen wie es mit ihr weitergeht.

      Ein Kamerad von Paul besucht Lene und erzähl ihr dass Paul wieder in Berlin ist.

      Nach einem Gasangriff trägt er einen Augenverband und hat mehrere Schüsse in sein rechtes Bein.

      Ich lese auch weiter und bin auch bald fertig.

      Reply
    • Dörte 24. März 2019 at 9:47

      Schön, dass Lene jetzt endlich dazu gehört. Es war ziemlich traurig zu lesen, wie sie mehr so als Einzelgängerin durch die Schule geht. Da sieht man mal wieder, dass es ab und zu Missverständnisse gibt, wenn man sich nicht mitteilt. 😉
      Mir kommt die Mutter-Tochter-Beziehung verquer vor. Es liest sich so, als wäre Lene die Mutter, weil sie diejenige ist, die sich so verhält. Sie kümmert sich, sorgt für Medizin und sagt, das alles wieder gut wird. In meiner Kindheit hat das meine Mom mit mir gemacht.
      Wie es mit Paul weiter geht, hat die Spannung angehoben. Mir ist die Geschichte stellenweise etwas zu ruhig und in die Länge gezogen. Aber mal davon abgesehen, habe ich immer noch Freude am Lesen.

      Reply
      • Martinas Buchwelten 24. März 2019 at 15:17

        Nachdem Lene nun ein bessere Stelle hat als ihre Mutter und diese immer wieder erkrankt schlüpft sie wohl oder übel in die Beschützerrolle. Das passiert auch im wahren leben, wenn unsere Eltern alt und krank werden und wir uns um sie kümmern.
        Ja, die Geschichte ist etwas (zu) ruhig…

        Reply
      • Anke (Svanvithe) 26. März 2019 at 19:57

        @Dörte, vielleicht wirkt die Geschichte in ihrer Gänze als ruhig, weil Lene bisher eine von der stillen Sorte gewesen ist. Die Entwicklung zeigt aber, dass da noch Potetential drin steckt.

        Reply
    • Anke (Svanvithe) 26. März 2019 at 19:55

      Wie schön, dass Lene nun doch Kontakt zu ihren Kolleginnen gefunden hat und eine – wie ich finde -, gute Entwicklung durchläuft. Denn die Beschäftigung mit so heiklen Themen wie Frauenwahlrecht und Gleichberechtigung der Frauen ist sicher nicht leicht für sie. Schließlich haben sie und ihre Mutter immer darauf geachtet, möglichst nicht aufzufallen, um ohne männliche Unterstützung über die Runden zu kommen, weil eben (Ehe)Männer die Versorger der Familie sind und (Ehe)Frauen nicht arbeiten. Ehe oder Beruf – beides ist für die Frau nicht vorgesehen.

      Dass Paul traumatisiert aus dem Krieg zurückgekehrt, ist eine große Belastungsprobe für beide. Lene kennt sich nicht aus, und die wenigen Informationen, die sie mitbekommen hat, erhellen die Situation nicht wirklich. Zumal Paul damit erst einmal selbst klar kommen muss, habe ich den Eindruck.

      Reply
  • Dörte 18. März 2019 at 10:54

    Abschnitt 3:

    Reply
    • Martinas Buchwelten 23. März 2019 at 19:43

      Pual und Lene entfernen sich voneinander. Paul kann seine Verletzung und das Kriegsgeschehen nur schwer überwinden. Wenigstens muss e rnicht mehr in den Krieg, aber noch bemitleidet er sich selbst und gibt auch Lene die Schuld egoistisch zu sein.
      Mit ihrem Tauschgeschöft am Schwarzmarkt bekommt Lene wieder Probleme und gerät gleich zweimal in eine gefährliche Situation mit Skulle. Sie verspricht ihm seinen Sohn Gustav zu unterrichten, um seine Leseschwäche auszubessern.

      Der Direktor ist wirklich ein unmöglicher Mann! Er hat vom Schreiben ans Magistrat erfahren. Er sieht auf Frauen herab und benimmt sich nur widerlich!

      Und dann stirbt Lenes Mutter…oh nein! Wie wird es jetzt mit Lene weitergehen? Und ist sie tatsächlich unehelich geboren?

      Reply
      • Anke (Svanvithe) 26. März 2019 at 20:10

        Der Direktor ist ein typischer Mann seiner Zeit, nur auf sich selbst bedacht. Einfach zum in die Tonne kloppen…

        Der Tod von Lenes Mutter hat mich traurig gemacht. Die beiden haben einander aufrichtig geliebt und Halt gegeben. Es wird nicht einfach für Lene allein, wo Paul nicht an ihrer Seite ist.

        Reply
        • Dörte 28. März 2019 at 11:32

          An der Stelle musste ich mir auch ein paar Tränchen verkneifen. Die Szene ist mir echt nahe gegangen. 🙁

          Reply
    • Stempelbavaria 24. März 2019 at 9:55

      Die Situation ist für beide beklemmend. Paul ist verletzt, wütend und möchte sich nicht helfen lassen. Lene ist erschrocken und unsicher.

      Dachte mir schon dass der Mann mit der Schiebermütze ein Schmuggler ist. Sein Sohn Gustav ist für sein Alter ein aufgewecktes Kerlchen, abgehärtet…

      Der Direktor ist selbstgefällig und wird mir immer unsympathischer.

      War auch ganz traurig als Lenes Mutter starb, aber wenigstens war Paul bei ihr.

      Reply
      • Martinas Buchwelten 24. März 2019 at 15:15

        Beim Tod und der organisation war Paul be Lene, abe rnicht mehr danach…

        Ja, Gustav ist ein aufgewecktes Kerlchen =)

        Reply
      • Dörte 25. März 2019 at 20:17

        Stimmt. Der Direktor geht in der Tat überhaupt nicht. Ich hab mich über den nur aufgeregt.
        Paul kann ich einfach nicht leiden. Der hat ganz viel Sympathie eingebüßt. Ich denke nicht, dass er das wieder gut machen kann.

        Reply
        • Anke (Svanvithe) 26. März 2019 at 20:15

          @Dörte, ich kann verstehen, dass Paul ganz viel Sympathie bei dir eingebüßt hat. Ich denke aber, dass die Ursache für sein Verhalten einfach in seiner Hilflosigkeit liegen, mit dem Erlebten umzugehen. Die Schrecken des Krieges im Kopf, die Invalidität des Körpers, Aussichtslosigkeit für die Zukunft. Er kann nicht eben zum Psychiater gehen und über seine Probleme sprechen. Leider schafft er es auch nicht, mit Lene darüber zu reden. Denn er hat in seinen eigenen Augen seine Wertigkeit verloren. Das entschuldigt nicht sein Verhalten, macht es aber nachvollziehbarer…

          Reply
          • Dörte 28. März 2019 at 11:31

            Natürlich ist es nachvollziehbar, aber, wie du schon sagtest: Das entschuldigt sein Verhalten nicht. 😉

    • Dörte 25. März 2019 at 20:15

      Gut, dass sich Lene mit dem Schmuggler sozusagen geeinigt hat. Sie kümmert sich um seinen Sohn, was ich wirklich gut finde. Leider ist der „Kleine“ schon viel zu kalt, wie ich finde. Er hat für sein Alter schon zu viel mitgemacht, was zu Kriegszeiten aber natürlich auch kein Wunder ist.
      Was Paul und Lene angeht, bin ich zwiegespalten. Auf der einen Seite kann ich Paul verstehen, auf der anderen Seite ist er mir aber gänzlich unsympathisch.
      Und jetzt bin ich natürlich gespannt drauf zu erfahren, wie es mit Lene weiter geht. Wo wird sie wohnen? Wird sie Paul doch noch heiraten? Was ist mit dem Brief?

      Reply
    • Anke (Svanvithe) 26. März 2019 at 20:07

      Angesichts des Zustandes, in dem sich Paul befindet, ist es fast folgerichtig, dass die erste Freude nach dem Wiedersehen einer Fremdheit weicht, die dem Grauen, das Paul erlebt hat, geschuldet ist. In sich gekehrt und schweigsam versucht Paul, allein damit fertig zu werden, dass der Krieg ihn zu einem nutzlosen verkrüppelten jungen Mann werden ließ, für den es schwer sein wird, eine Frau und Familie zu versorgen. Das eigene albtraumartige Gefühlschaos und die Sorgen um die Zukunft – meine ich – lassen ihn auf Abstand zu Lene gehen. Ob es richtig ist, nicht darüber zu sprechen? Vielleicht ist dies gut, um sich irgendwann hoffentlich wieder nah zu sein…

      Reply
      • Martinas Buchwelten 28. März 2019 at 19:57

        Das war sicherllich bei den meisten Männern so. Der erste Gedanke ist nicht, dass sie überlebt haben, sondern wie sie überlebt haben: als Krüppel. Sie sehen sich mit ihren eigenen Augen als nutzlos an und übertragen das automatisch auf ihre Familie und Freunde. Und sicherlich gab es auch viele Frauen, die sich abgewandt haben. Es kommt ja auch immer auf die Verletzng an. Bei Paul ist es ja noch relativ harmlos. Wenn einer seine beiden Beine verliert, schaut die Sache schon anders aus! Die ganze Situation ist furchtbar belastbar und niemand bekam Hilfe.

        Reply
  • Dörte 18. März 2019 at 10:54

    Abschnitt 4:

    Reply
    • Martinas Buchwelten 23. März 2019 at 21:46

      So, ich denke ich werde heute noch das Buch auslesen, denn wenn ich so oft unterbreche komme ich nicht richtig in die Geschichte hinein. Mir gefällt sie sehr gut und ich habe in diesem Abschnitt mit lene mitgelitten, nachdem ihre Mutter gestorben war. Paul hat sich zwar anfangs um Arzt, Priester und Beerdigung gekümmert, doch danach war er nicht mehr für Lene da. Vielleicht hat er aber auch Ferdinand gesehen, der Lene besuchte? ich möchte ihn noch verteidigen, denn sonst finde ich es alles andere als schön von ihm, dass er Lene in ihrer schwersten Zeit nicht beigestanden hat.

      Mit Friedrich erlebt Lene sorgenfreie Tage. Fast hätte sie einen Fehler gemacht, aber Ferdinand hat dann noch die Kurve gekriegt 😉 Nun ist er auch in den Krieg gezogen. Ob er zurückkommen wird?

      Die Szene im Magistrat mit der Putzfrau und danach mit dem Mann…der wohl der Oberbürgermeister war, vermute ich jetzt mal….war lustig und mal was anderes.
      Und nun überlegen sich die Lehrerinnen tatsächlich zur Sitzung zu gehen. Geschmunzelt habe ich über Lenes Erklärung an den Direktor, was im Turnsaal vorgeht =)

      Paul im Rollstuhl? Wer ist die Dame im blauen Mantel? Verwandtschaft? Hilfe für ihn? Oder doch eine Freundin, wie Lene vermutet?

      Reply
      • Dörte 25. März 2019 at 20:20

        Ich habe es tatsächlich so gemacht, dass ich mir mein Handy mitgenommen habe, als ich weiter gelesen habe. Nach jedem Abschnitt hab ich drauf gesprochen, was ich zum Abschnitt sage, ansonsten wäre ich auch wieder rausgerissen worden.

        Reply
      • Stempelbavaria 30. März 2019 at 10:40

        Friedrich ist mir symphatischer als Paul. Lene hat zwar mit Friedrich eine tolle Zeit, denkt aber immer noch an Paul… irgendwie kann ich es nachvollziehen.
        Die Szene mit dem Oberbürgermeister fand ich schön geschrieben und wirklich mal was anderes.
        Der Direktor bleibt ein Fall für sich und die Erklärung im Turnsall hat mich auch zum Lachen gebracht.

        Reply
    • Dörte 25. März 2019 at 20:31

      Schön, dass sich Lene mit Ferdinand so fallen lassen kann. Ich habe es genossen zu lesen, wie sie ihre schwere Zeit mal für eine Weile verdrängen kann. Die Zwei sind einfach toll zusammen. Sie harmonieren sehr gut und verstehen sich noch besser. So viel Gutes habe ich bei Paul und Lene noch nicht gesehen. Nachdem er sie jetzt auch völlig im Stich gelassen hat, ist er auf meiner Sympathieskala noch weiter nach unten gerutscht. Ich mag ihn schlicht nicht. Mal sehen, wer die Dame ist, mit der er sich getroffen hat. Mich würde es tatsächlich nicht wundern, wenn das schon eine neue wäre. 😐
      Nicht gut fände ich, wenn Lene ihm das verzeihen würde. Also sprich, wenn sie schließlich doch noch heiraten. Jemanden den man liebt lässt man in so einer schweren Zeit einfach nicht alleine. Ganz egal! Das macht man nicht!
      Begrüßen würde ich es, wenn Ferdinand unversehrt aus dem Krieg zurückkehrt. Hach, ich mag den einfach. 🙂
      Ich verstehe nicht, warum Lene immer noch so auf Paul fixiert ist. Nach allem, was passiert ist.
      Die Erklärung an den Direktor hat mich zum Lachen gebracht. Natürlich möchte er da nicht näher ins Detail gehen. Eine wirklich herrliche, witzige Szene. 😀

      Reply
  • Dörte 18. März 2019 at 10:54

    Abschnitt 5:

    Reply
    • Martinas Buchwelten 24. März 2019 at 15:25

      Gestern konnte ich nicht mehr fertig lesen, aber heute habe ich die letzten Seiten geschafft. Lene und ihre Kolleginnen haben es geschafft, dass sie im Magistrat angehört wurden. ich hatte richtig getippt, dass der akrobatische Mann der Oberbürgermeister selbst ist 😉

      Der Dirketor dreht sich seine wahrheit wieder so, wie er sie möchte und stellt sich schlussendlich so hin, als ob es seine Idee gewesen wäre, dass Vertreungslehrerinnen gleich gut bezahlt werden und nun das Lehrerzölibat aufgehoben wurde.

      Auch mit Paul gibt es eine Veröhnung – Friede, freude, Eierkuchen.

      Mir hat das Buch zwar gefallen, aber es gibt bessere von der Autorin und es plötscherte teilweise doch nur so vor sich hin. Wie ich auch schon einräumte, war es mir trotz krieg und Hunger zu wenig historisch. Die Autorin hat aber wohl das hauptaugenmerk auf die Entwicklung des lehrerzölibats gelegt.
      Im nachwort steht ja auch noch, dass es wieder eingeführt wurde (!) und sogar in Deutschland bis 1950 galt! Bei uns in Österreich wurde es früher abgeschafft…in meinem Bundesland blieb es ab 1923 schon, im restlichen österreich auch erst ab 1949.

      Reply
      • Stempelbavaria 30. März 2019 at 11:07

        Es war mein erstes Buch von der Autorin, daher kann ich keine Vergleiche ziehen.
        Die Versöhnung mit Paul war für mich auch vorhersehbar und das Ende dick aufgetragen.
        Die Geschichte hat mir gefallen, die Lebensumstände haben mich teilweise gefesselt.
        Das Nachwort fand ich sehr interessant, man lernt immer wieder was dazu!

        Reply
    • Dörte 25. März 2019 at 20:38

      Am Ende ist es genau so gekommen, wie man eigentlich schon ahnt (aber nicht hofft). Der Paul bleibt der Auserwählte, was ich absolut nicht nachvollziehen kann und die Lehrerinnen haben Erfolg was das Lehrerinnenzölibat angeht. Über letzteres habe ich mich sehr gefreut, über erstes absolut nicht. Klar, waren die Einblicke der Kriegsgeschehnisse jetzt nicht so schön, besonders die Szene mit der Ratte war eklig, aber nichtsdestotrotz ist es für mir einfach nicht nachvollziehbar.
      Das Ende war mir dann allgemein eher too much. Ich habe noch so bei mir gedacht, dass sie doch bitte nicht auch noch schwanger wird, aber das musste natürlich auch noch passieren. 🙄
      Die Szene im Rathaus fand ich wiederum ziemlich stark. Besonders wie Lene sich eingesetzt hat.
      Die Entwicklung von ihr finde ich eh immens, wenn man so den Beginn der Geschichte und das Ende sieht.
      Alles in allem ist es eine gute Geschichte, die mich stellenweise begeistern konnte, mich leider stellenweise aber auch gelangweilt hat. Viel vorhersehbares und vieles, was ich so nicht nachvollziehen konnte. Insgesamt hat mir das Buch aber ganz gut gefallen.

      Reply
      • Martinas Buchwelten 26. März 2019 at 18:54

        Die Vorhersehbarkeit hat mir auch nicht so gut gefallen. Ich finde den Roman zwar nett, aber ich hätte mir ein stärkeres Buch von der Autorin erhofft, nachdem mir „Die Erdbeerkönigin“ und „Rosamrintage“ sehr gut gefallen haben. Wie ich aber schon nach dem ersten Abschnitt angedeutet habe, ist die Autorin wohl im historischen Bereich noch nicht so sattelfest.
        Paul war mir nicht gänzlich unsympathisch, denn er musste die Traumata des Krieges überwinden, aber wie er Lena gerade in der schwersten Zeit ihres Lebens alleine lässt…das geht gar nicht!
        Betreffend dem Lehrerinnenzölibat bin ich schlauer geworden und hier hat mir der Strang gut gefallen.

        Reply
  • Dörte 18. März 2019 at 10:54

    Fazit:

    Reply
  • Dörte 18. März 2019 at 10:55

    Plauderei:

    Reply

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