Matt Brown – Von Null auf Papa

Posted on 28. Februar 2019 by Dörte

Original: From Here to Paternity
01.06.11 | 403 Seiten | feelings | Autor | Leseprobe | Kaufen

 

Ein charmant-witziger Roman über einen 31jährigen Single, der loszieht, um die Mutter für seine noch nicht gezeugten Kinder zu finden.
Will Jackson ist Single aus Überzeugung. Die letzte ernsthafte Beziehung liegt Jahre zurück, und bis jetzt war Will mit seinem Leben völlig zufrieden. Doch nun naht sein 31. Geburtstag und er wird offiziell »in den Dreißigern sein«. Will beschließt, dass es für ihn Zeit wird, eine Familie zu gründen. Er will Vater werden, jetzt, sofort, am besten noch vor seinem Geburtstag. Einziger Haken an diesem grandiosen Plan: Zum Kinderbekommen braucht man natürlich eine Frau, und die passende Mutter für sein Kind ist weit und breit nicht zu finden …

 

 

 

 

 

Will entscheidet aus einer Laune heraus, dass er mit seinen 30 Jahren bereit dazu ist, um Vater zu werden. Bedauerlicherweise fehlt ihm dazu aber die passende Frau. Seine besten Freunde Tom und deren Ehefrau Barbara fallen aus allen Wolken, als Will ihnen seinen Wunsch mitteilt. Dabei ist vor allem der weibliche Part ziemlich witzig. Den Sarkasmus mochte ich sehr gerne. Was Will zu Gute kommt ist, dass Barbara und Tom Zwillinge haben und um die kann sich der „Wunsch Vater“ zum Üben öfter mal kümmern.

Wann immer es nötig war, den Menschen wieder eine Perspektive zu geben, musste ich sie nur dazu bringen, über ihre Kinder zu sprechen.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen, da Matt Brown ziemlich lebhaft schreibt. Ich hatte das Gefühl beim Dialog von Will und seinen Freunden mit am Tisch zu sitzen. Seine Sätze sind prägnant und leicht verständlich. Die Kapitel zwar ein bisschen zu lang, das ist allerdings nicht weiter schlimm. Bedauerlicherweise hat es Brown jedoch nicht geschafft mit seinem Schreibstil den Figuren eine solche Farbe zu geben, dass man sich ihnen nahe fühlt und vor allem mit ihnen sympathisieren kann. Mir war Will viel zu blass. Ich konnte einfach nicht verstehen, warum er plötzlich auf den Trichter kam, sich ein Baby zu wünschen. Sein Traum kam mir so unrealistisch und auch naiv vor. Genau diese Gedanken prasseln auch auf den Protagonisten von verschiedenen Seiten ein.
„Denn die Liebe findet man oft dort, wo man sie gar nicht erwartet.“

Besonders Barbara möchte ich hier hervorheben, die es meist auf den Punkt bringen konnte. Sie ist mit Abstand die einzige Person, zu der ich zumindest etwas wie eine klitzekleine Verbindung gespürt habe. Bei allen anderen war mir dies nicht möglich.
Wie Will versucht eine geeignete Frau zu finden und was alles passiert, ist eher albern als lustig. Hinzu kommen so unglaublich viele Klischees, das ich nur noch mit den Augen rollen konnte. Die Geschichte zieht sich wie Kaugummi und ist so unfassbar vorhersehbar, das ich versucht war, sie einfach abzubrechen. Spannung ist ebenso wenig zu spüren, wie irgendwelche Emotionen. Als ich am Ende angelangt war, welches keine Überraschungen parat hatte, war ich erleichtert. Ich muss leider sagen, dass dieses Buch für mich eine absolute Zeitverschwendung war.

Ein Kind sollte immer aus einem Wunsch, aus einem innerem Bedürfnis heraus entstehen. Nicht aus praktischen Erwägungen.

„Von Null auf Papa“ hat einen ziemlich witzigen Plott, der jedoch sehr albern und skurril umgesetzt wurde. Der Protagonist erinnert eher an ein naives Kind, als an einen erwachsenden Mann. Die Geschichte ist so überspitzt dargestellt, dass ich manchmal das Bedürfnis hatte, den Reader an die Wand zu werfen. Tut mir Leid, aber das war leider nichts.

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Weitere Rezension: Kitsunebooks

 

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