Sasha Wasley – Outback Dreams, So weit die Liebe reicht

Posted on 22. Januar 2019 by Dörte

Original: Dear Banjo
Outback Sisters #1 | 03.12.18 | 464 Seiten | Knaur. | Autorin | Leseprobe | Kaufen

 

Die Geschichte einer ersten großen Liebe und einer zweiten Chance: Mit ihrem Liebesroman »Outback Dreams – So weit die Liebe reicht« entführt uns die Autorin Sasha Wasley ins australische Outback und mitten hinein in die herzerwärmende und romantische Liebesgeschichte von Willow und Tom.
Willow und Tom waren beste Freunde – bis etwas geschah, das sie entzweite und das Willow nicht vergessen kann. Zehn Jahre sind vergangen, seit sie das letzte Mal mit Tom gesprochen hat. Als ihr Vater krank wird, kehrt Willow in ihre australische Heimat Kimberley zurück und übernimmt die Familien-Farm. Bald schon ist sie auf Toms Hilfe angewiesen. Doch ihr abwehrendes Verhalten über Jahre hinweg hat bei Tom tiefe Wunden hinterlassen. Noch immer sind Toms aufrichtige Briefe von damals ungeöffnet. Willow muss all ihren Mut zusammennehmen, um sich endlich ihren Ängsten zu stellen und auf Tom zuzugehen …

Danke an den Knaur. Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

 

Tiefer als jetzt kann ich nicht sinken. Du hast meinen ganzen Stolz, meine ganze Hoffnung.

 

 

 

Willow und Tom sind jahrelang beste Freunde, bis etwas geschieht, was Willow völlig aus der Bahn wirft. Sie rennt weg und lässt ihren besten Freund zurück. Willow verschließt sich und macht gute Mine zum bösen Spiel. So wirklich nahe an sich heran lässt sie nur noch ihre beste Freundin, die sie auf dem Collage kennenlernt.
Tom hängt sehr an Willow. Er kann ihre Reaktion nicht verstehen, schreibt ihr aber weiterhin fleißig Briefe, in denen er sich erklärt. Sich emotional nackig macht, nur, damit sie ihm verzeiht. Mir war in dieser Geschichte Tom viel näher als Willow, was daran liegt, dass ich Willows Verhalten nicht ihrem Alter entsprechend empfunden habe. Die Protagonistin erinnerte mich eher an ein naives, zickiges Kind, als an eine junge Frau.

Sie konnte nicht beides haben. Sie konnte ihn nicht zwingen, sie mehr als alle anderen Frauen zu schätzen, und dann eine Höchstgrenze dafür festlegen, wie viel sie ihm bedeutete.
Sasha Wasley erzählt die Geschichte von Willow und Tom auktorial. Man bekommt so nicht nur die Aktionen der Protagonisten mit, sondern versteht auch die anderen Abläufe auf der Farm sehr gut. Großes Manko daran ist, dass dadurch die Gefühle total auf der Strecke geblieben sind. Ich kann auch jetzt nicht verstehen, warum Tom zehn Jahre auf Willow (Er nennt sie Banjo) warten konnte. Warum er sie so aufrichtig (ge)liebt (hat). Willow war mir zu keiner Zeit richtig nah. Sympathisieren konnte ich ebenso wenig mit ihr, wie ihre Handlungen und ihr Gefühlsleben verstehen. Sie benimmt sich alles andere als Erwachsen, zumindest wenn es um Emotionen geht. Willow kommt sehr kalt rüber und nervt mit ihren Ansichten. Sie erwartet von Tom, dass er in sie reinschauen kann und ist erbost darüber, dass er das nun einmal nicht kann. Ich hatte Angst davor zu erfahren, was wohl geschehen sein könnte, dass die besten Freunde miteinander gebrochen haben. Die Auflösung hingegen hat mich absolut sprachlos gemacht. Ich denke, ich kann verraten, dass es im Grunde genommen „nichts“ ist. Die Sache ist absolut nichtig. Darum ist mir Willows Verhalten auch total schleierhaft.
„Ich bin mir nicht sicher, ob man je wirklich darüber hinwegkommt, jemanden zu verlieren, den man liebt, aber ich kann heutzutage an sie denken, ohne dass es wehtut.“

Das Farmleben hat mir sehr gut gefallen. Sasha Wasley beschreibt sehr genau, worauf man alles achten muss, um eine erfolgreiche Bio-Farm zu führen und auch, was das alles mit sich bringt. Man merkt, dass die Autorin das Farmleben selbst liebt.
Positiv zu erwähnen ist ebenfalls, dass sich die Geschichte sehr gut lesen lässt und das man die Nebenfiguren einfach mögen muss. An erster Stelle steht hier Willows Vater Ben, der aufgrund einer Erkrankung die Farmleitung an seine Tochter abgibt. Er ist der geborene Farmer und deshalb fällt es ihm schwer die Zügel aus der Hand zu reichen, aber er möchte noch lange für seine Familie da sein und fügt sich so seinem Schicksal. Auch Willows Schwestern Free und Beth sind absolut fantastisch. Besonders Free ist unglaublich süß und witzig.
Trotz dass mir die Erzählung des Farmlebens so gefallen hat, finde ich es schade, dass dadurch die Liebesgeschichte total in den Hintergrund gedrängt wurde. Es dauert fast das ganze Buch an, bis endlich mal etwas passiert, was man in die Sparte „Liebe“ sortieren kann. Das ist mir bei einem solchen Titel und bei einer solchen Kurzbeschreibung einfach viel zu wenig. Ich denke viele Leser, die sich auf eine rührende, romantische Liebesgeschichte freuen, könnten darüber sehr enttäuscht sein.

Und ihr zwei – ihr seid wie ein Gehirn, zwei Körper. Ein Herz, zwei Seelen.

Die Geschichte an sich bietet viel Potenzial, aber aufgrund von zu detailliert beschriebener Farmarbeit wurde die Liebesgeschichte, die auf dem Klappentext angepriesen wird, in den Hintergrund gedrängt. Zudem wurde ich einfach nicht mit Willow warm. Alles in allem ist die Geschichte okay, aber mehr leider auch nicht.

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Weitere Rezension: Bücherhummel
Die Reihe: Outback Dreams. So weit die Liebe reicht | Outback Kiss. Wohin das Herz sich sehnt (02.05.2019)

 

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