Rückblick November

Posted on 12. Dezember 2018 by Dörte

Der November war ziemlich lesereich. Wenngleich ich mir gewünscht hätte, noch ein paar Bücher mehr lesen zu können, aber wie es dann nun mal so ist: Das Leben hat andere Pläne. 😉 Eine wirkliche Enttäuschung hatte ich im November auch nur eine einzige und das ist „Der Hut des Präsidenten“. Ich hatte mir eine völlig andere Geschichte vorgestellt. Mir war die Story zu utopisch und leider auch viel zu langweilig. Über die anderen Bücher, die ich gelesen habe, kann ich hingegen nichts Negatives berichten. Ich habe auf den letzten Metern des Jahres 2018 sogar noch ein echtes Highlight gefunden und verschlungen. Mehr dazu weiter unten in der etwas genaueren Beschreibung der einzelnen Bücher.
Was den Blog betrifft, habe ich im letzten Monat mal ein bisschen aktualisiert. Meine Blogroll hat sich ein bisschen verändert, da viele der Blogs, die ich gern gelesen habe, gar nicht mehr existieren. DSGVO „sei Dank“. Übrigens könnte man „DSGVO“ doch eigentlich als das „Unwort“, bzw. die „Un-Abkürzung“ des Jahres betiteln, oder?
Außerdem wurde auch wieder ein bisschen SuB-Pflege betrieben. Ich habe erneut ein paar Bücher aussortiert, die ich eh nicht mehr lesen werde, weil sich mein Geschmack so verändert hat, dass sie mich schlicht nicht mehr interessieren.

 

Im November habe ich acht Bücher gelesen. Das ist mehr, als ich sonst durchschnittlich im Monat lese. Der Grund, dass ich etwas mehr Zeit hatte ist, dass mein Mann gerade in Elternzeit ist und ich noch Urlaub hatte. Dadurch konnten wir uns die Arbeit zu Hause sehr gut untereinander aufteilen und uns gegenseitig gemeinsame, aber auch Zeit für sich freischaufeln. Eigentlich hatte ich vor im November wirklich jede freie Minute zu lesen, letztendlich habe ich aber auch mal in meiner Freizeit die Playstation angeschmissen (Ich liebe Final Fantasy ♥) und so wurde mein Plan schließlich doch über den Haufen geworfen. Nun denn, ich finde aber, dass sich acht Bücher auch sehen lassen können, oder?

 

Die Streithörnchen

Meine erste Kinderbuchrezension ging im November online. Ich habe lange überlegt, wie ich die strukturieren soll. Auch das Rezensieren an sich war für mich schwerer, als ich es mit „meinen“ Büchern mache. Schließlich steht in den Kinderbüchern nicht so viel drin, wie in einem Roman. Jedenfalls nicht in denen, die ich gerade mit meinem Mini lese. Die sind eher kurz gehalten. Wie also rezensieren? Ich habe mich dann für —–>diese<—– Variante entschieden. Wie man sieht, lege ich auch ziemlich viel Wert auf die Illustrationen. Gerade bei Bilderbüchern sind diese eben extrem wichtig. Wenn wir sie nicht ansprechend finden, kann die Geschichte noch so gut sein: Wir würden das Buch nicht kaufen. Es muss einfach alles passen. Dann findet das Buch auch einen Platz in Minis Regal.
Wie seht ihr das?

 

It´s Challengetime

Im nächsten Jahr geht die Knaur.-Challenge in eine neue Runde. Nachdem ich nun zwei Jahre pausiert und die „Betreuung“ der Challenge abgegeben hatte, wird sie im neuen Jahr wieder bei mir stattfinden. Sie kehrt sozusagen „nach Hause“ zurück. 🙂 Ich freue mich sehr darauf, wieder Listen zu erstellen, Leserunden auszurichten und tiefer im Verlagsprogramm drin zu sein. In den letzten zwei Jahren war ich alles andere als up to date.
Wenn ihr Lust habt, bei der Challenge mitzumischen, dann geht es zur Anmeldung —–>hier entlang<—–. Auf der verlinkten Seite stehen auch alle Informationen und Regeln, die wichtig sind.

 

 

Gelesen:

 

Okay | Berührend und schön
 

„Der letzte erste Blick“ hat mir ganz gut gefallen, wenngleich ich ehrlich gesagt den Hype nicht so nachvollziehen kann. Ich fand die Protagonisten ziemlich anstrengend. Die Streiche überspitzt und manchmal auch viel zu albern für das Alter in dem sie sich befinden. Die großen Emotionen, die ich erwartet habe, waren auch nicht vorhanden. Ich fand den Auftakt der Reihe ganz gut, aber vom Hocker gerissen hat es mich nicht. Beim zweiten Band „Der letzte erste Kuss“ sah das hingegen schon anders aus. Ich habe die Geschichte mitgelebt und mich mit verliebt. Die Schmetterlinge im Bauch hatte ich ebenfalls. Alles in allem kann ich sagen, dass mir der zweite Band um Längen besser gefallen hat und mich auch echt berühren konnte. War ich nach dem ersten Band noch unsicher, ob ich die Reihe überhaupt fortsetze, konnte „Der letzte erste Kuss“ meine Zweifel über Bord werfen. Ich freue mich sehr auf Band drei.

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Ganz gut | Flop des Monats
Das Leuchten unserer Träume
 

„Das Leuchten der Stille“ hat mich leider etwas enttäuscht. Ich habe auf die großen Gefühle gewartet, mit denen Dani Atkins bei mir eigentlich immer punkten konnte. Bei ihrem neuesten Werk kam es mir wie gewollt aber nicht gekonnt vor. Der Protagonist war mir suspekt. Ja, ich kann sagen, dass ich sogar Angst vor ihm haben würde, würde er so wie er in dem Roman auftritt, auch in meinem Leben sein würde. Alles in allem kann ich sagen, dass ich das Buch recht gern gelesen habe, so richtig, richtig toll fand ich es aber leider nicht. Da gibt es bei weitem viel bessere Bücher der Autorin, die ich auch mehr ans Herz legen kann. ( Die Achse meiner Welt)
„Der Hut des Präsidenten“ hat mich so genervt, dass ich es tatsächlich fast abgebrochen hätte. Klar, die Idee ist recht gut und auch witzig, aber mich konnte es so gar nicht überzeugen und auch nicht erreichen. Der Schreibstil war mir zu leblos, die Geschichte an sich zu langweilig.

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Zu ruhig | Süße, weihnachtliche Geschichte
 

Der Abschluss der Infernale-Dilogie hat mich bedauerlicherweise auch nicht vom Hocker gerissen. Es war mir etwas zu ruhig. Wenn ich da an den ersten Band denke: Der hat mich total umgehauen und mich atemlos zurückgelassen. Die Idee und der Plot haben mir richtig gut gefallen. Im zweiten Band ist mir zu wenig Action. Die Protagonistin hockt mir zu sehr im Bunker rum und macht einfach nichts. Dadurch passiert nichts und die Geschichte plätschert so vor sich hin. Ich finde das Buch keinesfalls schlecht, aber ich bin enttäuscht, denn man hätte echt noch viel, viel mehr aus der Geschichte rausholen können. Verschenktes Potenzial, was ich sehr schade finde.
„Dein Leuchten“ ist eine süße, nette Geschichte. Die passt sehr gut in die jetzige Adventszeit und macht Lust auf Weihnachten. Ich habe mich selbst in der Schneelandschaft zwischen den ganzen Weihnachtsbäumen gesehen. Es war echt schön, die Geschichte zu verfolgen. Schade, dass sie so schnell vorbei war.

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Positiv überrascht | Highlight
 

Wie ihr wisst, bin ich kein Fan von Fantasy. Aus diesem Grund habe ich von Markus Heitz auch noch nie was gelesen gehabt. Das änderte sich jedoch im letzten Monat, denn „Doors“ hat mich brennend interessiert. Die Idee finde ich mega und natürlich spielte auch eine Rolle, dass es nicht allzu sehr meinem verschmähten Genre angehört.
Die Geschichte hat mich überrascht. Und das positiv. Ich bin jetzt sehr neugierig, wie die anderen beiden Bücher ausgehen und brenne darauf zu wissen, was mit den Protagonisten wohl so los ist. In jedem Buch wird nämlich etwas anderes über sie verraten, was ich auch ziemlich spannend finde.
Mit „Ein Ort für unsere Träume“ habe ich ein absolutes Highlight verschlungen. Ich habe geweint, gehofft und gelitten. So richtig gelitten. Wenn ihr euch für die (Nach)Kriegszeit interessiert und gerne emotionale Geschichten lest, dann greift unbedingt zu diesem Buch. Es ist einfach fantastisch.

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Der November stand ganz im Sinne der Familie, da mein Mann da seine Elternzeit begonnen hat und ich noch Resturlaub hatte. Insgesamt haben wir drei wunderschöne Wochen miteinander genossen.
Wie man an den Bildern, die gleich folgen, sehen kann, haben wir unsere Zeit sehr gerne im Freien verbracht. Mini liebt es draußen zu sein. Besonders die Schaukel hat er sehr in sein Herz geschlossen. Er wird richtig quengelig, wenn es darum geht, sie wieder zu verlassen.

 

Der Quasi-Urlaub

Anfang des Monats haben mein Mann und ich uns eine kleine Auszeit nehmen wollen. Der Mini war bei Freunden und wir zwei haben eine Übernachtung im Hotel, inklusive Candlelight-Dinner und Wellness in Anspruch genommen. Den Gutschein dazu haben wir letztes Jahr zur Hochzeit bekommen.
Es war alles richtig, richtig toll. Das Essen war hervorragend, das Wellnessprogramm ebenfalls. Mein Mann und ich haben uns aufgeführt, wie zwei frisch Verliebte. Es war so schön. Nachdem wir eine Zeit im Pool geplantscht haben, wollten wir uns auf unserem Zimmer ein Bad und einen Sekt gönnen, doch dann kam alles anders.
Wir mussten unser Muckelchen abholen, weil er böses Bauchweh bekommen hatte und nicht mehr schlafen konnte. Ich muss zugeben, dass ich sehr traurig war. Allerdings steht der Kleine natürlich an erster Stelle. Und so haben wir eben alle zu Hause geschlafen und sind dann am nächsten Morgen trotzdem gemeinsam Frühstücken gegangen. Unserem Spatz ging es am nächsten Tag zum Glück wieder gut. 🙂

 

Das Beste, was mir passieren konnte

Diejenigen unter euch, die mir schon eine Weile folgen wissen, dass ich durch ziemliche Tiefen gehen musste, um mir mein Glück, welches ich jetzt zweifellos habe, bekommen zu können. Umso dankbarer bin ich, dass ich es jetzt geschafft habe. Natürlich scheint mir nicht jeden Tag die Sonne aus dem Popo, aber die meisten Probleme sind einfach so verdammt nichtig, wenn man sich darauf konzentriert, was wirklich wichtig ist. Die Familie sollte immer an erster Stelle stehen. Die lieben Menschen um einen herum sind das Wichtigste, was einem geschenkt werden kann.

Jeder Augenblick, an dem mir mein kleiner Spatz ein Lächeln schenkt ist besonders. Jeden Moment, an dem er lauthals lacht, möchte ich am liebsten irgendwohin einpacken, damit ich ihn mit mir rumtragen und ihn mir immer wieder anschauen kann. Diese Momente sind magisch, diese Momente geben mir eine immense Kraft, wenn es mir vielleicht doch mal nicht so gut geht.

 

Zurück zum Job

Kennt ihr das: Die tollen Zeiten gehen immer ganz schnell vorbei. Ich habe sogar das Gefühl, dass bei Zeiten, die so wunderschön sind, eine völlig andere Zeitrechnung herrscht. Wo sind die 1,5 Jahre geblieben, die ich zu Hause mit meinem Sohn verbracht habe? Ich kann es gar nicht glauben, dass die schon vorbei sind.

Mini ist jetzt 13 Monate alt und total in die Krippe integriert. Er kann sich sehr gut alleine beschäftigen, fordert aber auch seine Kuscheleinheiten, die ich ihm natürlich sehr gerne gebe. ♥ Er ist ein wunderbares, liebes Kleinkind und macht mich jeden verdammten Tag so unfassbar stolz. Da ist es nicht verwunderlich, dass ich an meinem Arbeitsbeginn zu knabbern habe, oder?
Ende November habe ich nach 1,5 Jahren wieder angefangen in meinem alten Job zu arbeiten. Es war hart. Gerade die erste Woche. Vieles hat sich verändert, das meiste weiß ich allerdings noch. Ich arbeite erneut in Schichten und gerade die Spätschichten, die ich sonst immer bekommen habe (Die ich sonst auch am liebsten mochte), funktionieren jetzt nicht mehr. Klar, die ein oder andere werde ich natürlich auch bekommen, allerdings sehe ich gerade in dieser Zeit meinen Sohn überhaupt nicht. 🙁
In der ersten Woche war ich selbst nach einer Frühschicht so fertig, dass ich nicht mehr wirklich viel von dem kleinen gehabt habe.

 

Von Pärchenzeit ganz zu schweigen

Diese blieb nämlich auch auf der Strecke. Sobald der Kleine im Bett war, war ich duschen und habe mir gleich mein Schlafzeug angezogen. Kurze Zeit später bin ich schließlich auf dem Sofa eingeschlafen. :/ Mittlerweile ist es ein bisschen besser geworden, wenngleich es wirklich an mir zerrt, dass ich jetzt so verdammt wenig Zeit mit meinem Sohn, mit meiner Familie verbringen kann. Die Momente, die ganz uns gehören, genieße ich jetzt doppelt. Sie sind sehr wertvoll.

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Wie war euer November?
Habt ihr viel gelesen, und/oder etwas anderes Schönes erlebt?

 

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2 Comments

  • sommerlese 12. Dezember 2018 at 12:50

    Liebe Dörte,

    das ist ja ein umfangreicher Überblick und du teilst mit uns nicht nur dein „Buchleben“. Das imponiert mir und ich kann dich in vielen Dingen verstehen. Der Start in den Job ist nicht immer leicht, doch dafür gibt es auch viele schöne Momente, die du mit deiner Familie teilen kannst.
    Du hattest ja mit den meisten Büchern Glück. „Ein Ort für unsere Träume“ ist auch für mich ein wunderbares Leseerlebnis gewesen und ich habe es sehr genossen.

    Liebe Grüße und eine schöne Adventszeit,
    Barbara

    Reply
    • Dörte 16. Dezember 2018 at 20:42

      Liebe Barbara,
      ich hatte schon beim (Um)benennen dieses Blogs vor, euch auch an meinem Privatleben teilhaben zu lassen. Das habe ich vorher schon gemacht und ich wollte, bzw. will es beibehalten.
      Allerdings sage ich auch nicht alles. 😉 Ein bisschen Privatsphäre lasse ich mir, bzw. uns. 😉
      Es freut mich sehr, dass dir „Ein Ort für unsere Träume“ ebenfalls gefallen hat. Hast du auch die anderen Bücher der Autorin gelesen?
      Vielen, lieben Dank. Ich wünsche dir auch eine schöne Adventszeit.
      Alles Liebe
      Dörte

      Reply

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