Rezension
Sebastian Fitzek – Der Insasse

Posted on 7. November 2018 by Dörte

24.10.18 | 384 Seiten | Knaur. | Autor | Leseprobe | Kaufen

 

​Um die Wahrheit zu finden,
muss er seinen Verstand verlieren.
DER INSASSE
Vor einem Jahr verschwand der kleine Max Ber​k​hoff.
Nur der Täter weiß, was mit ihm geschah.
Doch der sitzt im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie und schweigt.
Max’ Vater bleibt nur ein Weg, um endlich Gewissheit zu haben:
Er muss selbst zum Insassen werden.

 

Danke an den Knaur. Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

 

 

 

Till schluckte schwer und fragte sich, wie das Böse so harmlos aussehen konnte.

 

 

Wenn man, so wie ich, gerne Bücher von Sebastian Fitzek liest, und bisher auch alle verschlungen hat, kommt man zwar schon ziemlich früh auf den Gedanken wohin die Reise gehen wird, dies bringt die Spannung allerdings keinesfalls zum Erliegen. Bis zur Auflösung hat man 384 Seiten temporeichen Lesegenuss vor sich.
Besonders, wenn man selbst Mutter, bzw. Vater ist, ist dieses neue Werk des Autors schwer zu ertragen. Man hat ständig die eigenen Kinder vor Augen, wie sie von dem vermeintlichen Täter gequält werden und er sich am Leid der Opfer und deren Angehörigen ergötzt. Dies macht einen so wütend und traurig, dass man nur allzu gern in die Rolle des Tills Berkhoff schlüpft und selbst auf Rache aus ist.
Fitzek hat für seinen neuen Thriller viele, viele Kapitel verwendet, die alle eher kurz gehalten sind. Was ich persönlich sehr favorisiere.

„Wut ist wie Wasser, Seda. Sie will fließen und sucht sich ihren Weg.“

Am Ende eines fast jeden Kapitels wartet ein gemeiner Cliffhanger auf den Leser, der zum Weiterlesen nicht nur animiert, sondern regelrecht zwingt. Dies führt dazu, das man einfach immer weiter liest und man nicht merkt, wie viele Seiten man innerhalb kürzester Zeit schon verschlungen hat. Das spricht auf jeden Fall für die tolle Schreibe des Autors.
Positiv zu erwähnen ist zweifellos, die greifbaren, gut gezeichneten Figuren, die Till auf seinen Weg entweder begleiten, oder ihm Steine in den Weg legen. Für mich kam alles so echt rüber, dass ich ein beklemmendes Gefühl hatte. Fitzek hat auch bei seiner Recherche wieder ganze Arbeit geleistet.
„Der Insasse“ ist ziemlich brutal, was ich vom Autor so nicht gewohnt bin, was mir aber gefallen hat, da es, zumindest hier, mal ein bisschen Abwechslung mit ins Spiel bringt. Hier muss ich aber erwähnen, dass es stellenweise schon sehr hart und für mich als Mutter sogar manchmal unerträglich zu lesen gewesen ist.

Aber da man in Deutschland in einem Rechtsstaat lebte, war bereits die Androhung von Folter strafbar. Selbst einem Monster gegenüber.

Sebastian Fitzek schreibt wie gewohnt flüssig, spannend und leicht verständlich. Die Spannung wird von Seite zu Seite noch mal angetrieben, bis sie letztendlich zu einem Showdown führt, mit denen treue Leser Fitzeks schon gerechnet haben, die aber immer noch das Quäntchen „Wow“ mit in das Buch bringen. Für mich ist Sebastian Fitzek  zurecht einer der erfolgreichsten Thriller Autoren Deutschlands.

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