Trilogie-Rezension:
Kiera Cass – Selection

Posted on 31. Juli 2018 by Dörte

Original: The Selection
01.02.13 | 368 Seiten | Fischer | Leseprobe | AutorinKaufen

 

Die Chance deines Lebens?
35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?

 

 

Im Auftakt dieser Reihe geht es ziemlich rasant zu. Ich hatte kaum angefangen zu lesen, schon konnte ich mich dem weiteren Verlauf nicht mehr entziehen. Wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte, hätte ich das Buch in einem Rutsch gelesen. Kiera Cass versteht es, den Leser neugierig zu machen. Sie schreibt so flüssig und so spannend, dass man sich unmöglich gegen den Sog wehren kann. Ihre Protagonistin America führt den Leser durch die Geschichte. Sie schildert die Ereignisse und ihre Emotionen aus ihrer Sicht. America ist ein wirklich reizendes Mädchen, welches sehr viel Talent hat und im weiteren Verlauf auch sehr viel Mut beweist. Sie ist ein absoluter Sympathieträger, wenngleich sie an einigen Stellen auch etwas naiv auf mich wirkte. Wegen ihres zarten Alters konnte ich aber auch diese Naivität verstehen.
Das Kastensystem machte im ersten Moment einen etwas abgekupferten Eindruck von Die Tribute von Panem auf mich. Dies hat sich zum Glück aber relativiert, da sich die Kasten dann doch etwas von den Districten abheben.

Bei einer Umarmung kann man nicht viel falsch machen.
Es wurde nicht viel vom System erläutert, da es sich bei Selection allerdings um eine Trilogie handelt, hoffe ich darauf, dass die Geschichte dort noch einiges aufklären wird.
Im Mittelpunkt steht eindeutig das Casting, welches mich sehr an „Der Bachelor“ erinnert hat. Ich habe die Auswahl von Maxon sehr gerne verfolgt, genau wie die Entwicklung, die „seine“ Mädchen mitmachen. Es gab Überraschungen, Wendungen und mit manchen Mädchen sympathisiert man mehr, als mit anderen. Ich kann sagen, dass ich die gesamte Geschichte nachvollziehbar fand.
„Seine Familie zu verlassen, in einer fremden Stadt zu leben und von dem Menschen getrennt zu werden, den man liebt, sollten eigentlich Prozesse sein, die sich über Jahre erstrecken, nicht über nur einen einzigen Tag.

„Selection“ hat mich nicht mehr losgelassen. Nachdem ich in die Welt von America eingetaucht war, gab es für mich kein Entrinnen mehr. Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Es ist durchweg spannend und lässt sich wunderbar lesen. Dazu noch die äußerst sympathischen Figuren. Für mich ein wahres Meisterwerk!
************************************************************************************************************************

 

Bachelor meets Cinderella

Original: The Elite
20.02.14 | 384 Seiten | Fischer | Leseprobe | AutorinKaufen

 

Das ganz große Glück?
Von den 35 Mädchen, die um die Gunst von Prinz Maxon und die Krone von Illeá kämpfen, sind mittlerweile nur noch 6 übrig. America ist eine von ihnen, und sie ist hin- und hergerissen: Gehört ihr Herz nicht immer noch ihrer großen Liebe Aspen? Aber warum hat sich dann der charmante, gefühlvolle Prinz hineingeschlichen? America muss die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen. Doch dann kommt es zu einem schrecklichen Vorfall, der alles ändert.

 

 

Im zweiten Band wird etwas mehr auf Illeá eingegangen. Man erfährt sehr viel über die Hintergründe. Wie das Kastensystem erschaffen wurde und was es allgemein damit auf sich hat. Im ersten Band lag der Fokus ja mehr auf dem Casting und der Vorstellung der Figuren. So dass ich es spannend fand, etwas mehr über Illeá im Allgemeinen zu erfahren.
Die Geschichte ist erneut sehr lesenswert, spannend und unfassbar temporeich. Wie sich America in der Zwischenzeit entwickelt hat und wie es mit den anderen Mädchen weiter geht, habe ich sehr gerne gelesen.
Als Leser hat man die ganze Zeit im Kopf, für wen sie sich wohl letztendlich entscheiden würde. Ich war absolut für Maxon. Es ist so schön, wie er mit ihr umgeht. Wie er ihr von seinen Gefühlen erzählt. Wie sie sich näher kennen lernen und wie sie sich heimlich treffen um miteinander zu reden.

Liebe war eine schöne Form von Angst.

In „Die Elite“ geht es hauptsächlich um die restlich verbliebenen Mädchen. Einige Auserwählte waren Überraschungen für mich, andere nicht. Wie sie auf ihr vermeidlich neues Leben vorbereitet werden, insofern sich der Prinz für sich entscheiden sollte, war gut zu lesen. Die ganze Politik drumherum genau so faszinierend und spannend, wie alles andere.
Was mir außerordentlich gut gefallen hat ist, das man auch viel mehr über die Nebenfiguren erfährt. Allen voran sind da der König und die Königin. Was sie sagen und machen konnte ich nicht immer verstehen und ganz sicher auch nicht tolerieren, es fügte sich allerdings alles sehr gut in die Geschichte rein. Da gab es nichts, was drüber war, oder unverständlich. Einzig America ist mir auch hier ab und zu ein bisschen zu naiv rüber gekommen, was ich erneut ihrem Alter zuschreibe.
Das Ende war gemein. Wenn ich den dritten Band nicht schon zu Hause gehabt hätte, wäre ich sicherlich wahnsinnig geworden.

„Wie ist es, verliebt zu sein?“ […] „Es ist die schönste und zugleich schrecklichste Sache, die einem passieren kann […] Man weiß, dass man etwas Wundervolles gefunden hat und möchte es für immer festhalten. Doch sobald man es hat, fürchtet man in jeder einzelnen Sekunde den Moment, in dem man es wieder verlieren könnte.“

Auch mit „Die Elite“ konnte mich Kiera Cass voll und ganz für sich einnehmen. Ich habe die Seiten regelrecht inhaliert und neugierig mitverfolgt, wie es mit Illeá und dem Casting weiter geht. Einzig die Naivität Americas hat mich etwas genervt, was meinem positiven Eindruck dieser Geschichte jedoch keinen Abbruch tut.

************************************************************************************************************************

 

 

 Fulminates Finale

Original: The One
19.02.15 | 384 Seiten | Fischer | Leseprobe | AutorinKaufen

 

35 perfekte Mädchen waren angetreten. Nun geht das Casting in die letzte Runde: Vier Mädchen träumen von der Krone Illeás und einer Märchenhochzeit. America ist noch immer die Favoritin des Prinzen, doch auch ihre Jugendliebe Aspen umwirbt sie heftig. Sie zögert, denn sie liebt beide. Doch jetzt ist der Moment der Entscheidung gekommen: America hat ihr Herz vergeben, mit allen Konsequenzen. Komme, was wolle …

 

 

In „Der Erwählte“ kommt man schließlich gar nicht mehr zum Durchatmen. Jetzt liegt nicht nur das Augenmerk auf das Casting, sondern ebenfalls auf die Rebellen. Was haben sie vor? Suchen sie wirklich etwas? Wollen sie nur zerstören und töten? Kann man einigen von denen vertrauen? Fragen über Fragen, die sich America, Maxon und alle anderen ebenso stellen, wie der Leser am anderen Ende. In diesem Finale geht es erneut äußerst spannend zu, die Geschichte beinhaltet allerdings leider auch ab und zu einige Stellen, die mir nicht sonderlich gut gefallen haben. Allen voran ist das America, der ich ihre erneute Naivität dieses Mal leider nicht verzeihen konnte. Ihre Handlungen empfand ich einige Male als too much. Sie denkt so kompliziert. Sie ist impulsiv. Gerade letzteres habe ich stets an ihr geschätzt, bei einigen Stellen wäre es mir jedoch lieber gewesen, sie nimmt sich mal etwas zusammen. Was mich außerdem störte ist, dass sie mit allem durchzukommen scheint. Hier und da eine kleine Konsequent hätte mir besser gefallen.

„Gerade weil sie die Krone nicht wollen, sind sie vielleicht die beste Person, um sie zu tragen.“

Die Geschichte wird auch im Finale zu keiner Zeit in irgendeiner Form langweilig. Eher im Gegenteil. Hat man gedacht, man hätte schon alles mitbekommen und auch die Figuren gut kennengelernt, setzt Kiera Cass hier noch einen drauf. Manche Figuren machen noch einen Wandel durch, mit dem ich niemals gerechnet hätte. Ganz besonders ins Herz geschlossen habe ich die Zofen von America. Sie sind so warmherzig, fürsorglich, einfach toll. Ich bin absolut begeistert von ihnen.
Was America in diesem Band außer dem Casting noch erleben muss, hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Es war für mich schlimm zu lesen, was ihr passierte. Authentisch empfand ich ihre Handlungen, genauso wie das Verhalten von Aspen, ihrer einstigen Liebe.
Das Ende setzt nicht nur der Auserwählten die Krone auf. Ich war geplättet von den Wendungen und hätte mir das Finale dieser Trilogie nicht besser erträumen können.

„Brich mir das Herz. Brich es mir tausendmal wenn du willst. Es gehört dir.

Mit „Der Erwählte“ endet die Trilogie so spannend, wie sie auch begonnen hatte. Denkt man, es wird ruhiger, packt Kiera Cass noch eine Schippe drauf. Was beim Finale noch alles passiert, hat mich sprachlos gemacht und zum Weinen gebracht. Damit hätte ich niemals gerechnet.
„Der Erwählte“ steht seinen Vorgängern in nichts nach. Es lässt sich ebenso gut lesen, wie die Bände zuvor. Es ist ein wirklich gelungenes Finale.

************************************************************************************************************************

 

 

 Fazit:

Mit „Selection“ ist Kiera Cass eine absolut geniale Trilogie gelungen, der man sich, hat man einmal damit begonnen, nicht mehr entziehen kann. Der Sog, den diese Bücher auslösen ist der Wahnsinn.
Besonders gut gefällt mir, dass es zu keiner Zeit kitschig oder zu weit hergeholt war, sondern auch noch andere Themen als die Liebesgeschichte enthalten waren. Spannung wird bei „Selection“ groß geschrieben.
Für mich ist diese Reihe die Entdeckung des Jahres. Ich kann sie ausnahmslos empfehlen.

Die Reihe: Selection | Die Elite | Der ErwählteDie Kronprinzessin* Die Krone*

 

*Fortsetzung mit anderen Figuren
Dir hat der Beitrag gefallen? Dann mach doch auch andere darauf aufmerksam!

No Comments

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.