Rezension:
Cassandra Clare & Holly Black – Der Schlüssel aus Bronze

Posted on 23. Januar 2017 by Dörte

Original: The Bronze Key
Magisterium #3 | 14.10.16 | 288 Seiten | One | Autorin | Autorin | Leseprobe | Kaufen

 

Nachdem Call und seine Freunde unter Einsatz ihres Lebens den Feind des Todes abgewehrt haben, richtet das Magisterium eine Party für sie aus. Statt zu feiern, muss Call jedoch den Angriff eines Chaosbesessenen abwehren. Eigentlich sollte das Wesen im Verließ unter der Schule festsitzen, doch irgendjemand hat es herausgelassen. Es muss im Magisterium jemanden geben, der Call töten will. Oder sind vielleicht sogar beide Makaris in Gefahr? Die Freunde setzen alles daran, um dem Spion in den eigenen Reihen auf die Schliche zu kommen – und bemerken fast zu spät, wer es ist, dem sie auf gar keinen Fall vertrauen dürfen …

 

Endlich war es wieder an der Zeit, Call und seine Freunde zu begleiten. Nach dem ziemlich gemeinem Ende vom zweiten Band erwartete ich „Den Schlüssel aus Bronze“ sehnlichst herbei. Bedauerlicherweise dauerte nicht nur das Erscheinen eine kleine Ewigkeit, sondern es verstrich auch eine lange Zeit, bis ich mich wieder in das Geschehen einfinden konnte. Zuerst fand ich diesen Platz nicht was bewirkte, dass ich Schwierigkeiten hatte und mich zudem sogar manchmal zwingen musste, das Buch überhaupt in die Hand zu nehmen. Ich hatte die Hoffnung, dass es besser werden würde, sobald ich meinen Platz gefunden habe – und so war es auch.
Das Autorenduo hat einiges an Überraschungen parat, die meinen Lesefluss schließlich doch wieder vorantreiben konnten. Bedauerlicherweise verstrich bis zu diesem Zeitpunkt jedoch viel zu viel Zeit, denn mit seinen mageren 288 Seiten wurde die Spannung und das Tempo danach ziemlich schnell vom Ende des Buches abgeschnitten.
»Alles hängt zusammen, stand auf dem einen. Feuer und Erde, Luft und Wasser. Sie sind eins, nicht vier, nicht zwei und nicht drei, sondern eins. Wo sie nicht beisammen sind, bleibt etwas unvollständig.«
Die Beziehungen haben sich weiterentwickelt, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. Figuren, die ich als nervig und störend empfunden hatte, wurden mir hier auf einmal sympathisch und umgekehrt. Wie sich die Freunde auf die „Mission“ begeben, den Spion fassen zu wollen zog das Tempo (endlich) an. Ab diesem Zeitpunkt machte es mir auch wieder mehr Spaß dem Verlauf zu folgen. Als ich auf den letzten Seiten angelangt war, konnte ich nicht fassen, wie sich die Lage veränderte, was geschah, mit welchen Wendungen man als Leser konfrontiert wird. Besonders das allerletzte Ereignis hat mich sprachlos gemacht. Und gerade dieses Ende hat meine Wertung auch noch ein bisschen in die Höhe getrieben, denn leider konnten die Autorinnen die Spannung und das Tempo, wie oben schon mal erwähnt, nicht über die gesamte Geschichte hinweg konstant auf einem hohen Level halten. Es kam mir wie eine Achterbahnfahrt vor, die mehr nach unten, denn nach oben ging.
»Doch konnte überhaupt jemals Frieden herrschen, überlegte Cal, solange der Feind des Todes am Leben war?«

Ich bin ein bisschen enttäuscht, denn nach den doch ziemlich guten Vorgängern hatte ich sehr hohe Erwartungen in diesen dritten Band der Magisterium-Reihe. Für mich war die Geschichte okay, bot jedoch leider nicht so viele Überraschungen, wie ich sie mir erhofft hatte. Einzig das Ende, die Wendung, konnte mich verblüffen, ansonsten bewegte sich dieses Buch eher im mittelmäßigen Bereich. Ich hoffe, dass der vierte Band wieder besser wird.

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Weitere Rezension: Büchertraum

Die Reihe: Der Weg ins Labyrinth | Der kupferne Handschuh | Der Schlüssel aus Bronze | Die silberne Maske

 

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