Rezension:
Chevy Stevens – Those Girls

Posted on 17. August 2016 by Dörte

Original: Those Girls
 23.06.16 | 464 Seiten | Fischer | Autorin | Leseprobe | Kaufen  

Schau durch die Augen dieser drei Schwestern, die in die Fänge von Psychopathen geraten, und du lernst, was Angst bedeutet. ›Those Girls‹, der neue Thriller der kanadischen Bestseller-Autorin Chevy Stevens: eine Story von Überleben und Rache – hart, eindringlich, unglaublich fesselnd.

Die Schwestern Jess, Courtney und Dani sind 14, 16 und 17 und leben auf einer rauen Farm in Kanada. Als ein Streit mit ihrem gewalttätigen Vater aus dem Ruder läuft, müssen sie fliehen. Doch ihr Pick-up bleibt in einem abgelegenen Dorf liegen, und bald finden sie sich in einem noch furchtbareren Albtraum wieder – wird er jemals enden?

»“Gebt eure Träume nicht auf. Ihr müsst möglicherweise nur einen anderen Weg finden, sie zu erreichen.“«
Zitat aus: „Those Girls“

Meine Meinung:

Schon der Anfang von Those Girls hat es zweifellos in sich. Es ist erschreckend zu lesen, was die drei Schwestern alles ertragen müssen und wie sie letztendlich die Flucht ergreifen. Gerade dieser erste Teil hat mich dazu getrieben, das Buch am Liebsten gar nicht mehr aus der Hand zu legen, da ich sehr gefesselt vom Verlauf war, der von Seite zu Seite immer spannender wurde. Ich habe mich oft gefragt, wie es wohl weitergehen wird, und ob sie irgendwann auch mal glücklich werden würden.
Gerade der letzte Rest von diesem ersten Teil hat mich absolut sprachlos gemacht, aber auch äußerst neugierig auf die noch verbliebene Geschichte.
Chevy Stevens schreibt wie gewohnt sehr flott und gibt dem Leser die Chance, sich sehr tief in ihrer Welt wieder zu finden. Man nimmt teilweise die Rolle der jüngsten Schwester an, die die Geschichte in der Ich-Form schildert. Dabei geizt die Autorin nicht mit Einzelheiten und auch nicht mit all jenen schrecklichen Details, die man, gerade als Frau, vielleicht doch eher nicht lesen, bzw. sich nicht so gerne vorstellen möchte. Was die Schwestern durchmachen ist die absolute Hölle. Die Schicksalsschläge geben sich quasi die Klinke in die Hand. Ist einer überstanden, wartet bereits der nächste.

»“Wir wissen nicht, was vielleicht geschehen wäre. Das Leben nimmt manchmal eben bestimmte Wege, und niemand hat Schuld daran.“«
Zitat aus: „Those Girls“
Im zweiten Teil wird die Geschichte von einer anderen Protagonistin weiter erzählt. Diese hat eine sehr enge Bindung zu den Schwestern. In welcher Beziehung sie zu diesen steht, möchte ich allerdings nicht preisgeben, da es für mich einen zu großen Spoiler dargestellt.
Leider ging ab diesem Teil auch die Spannung ein bisschen flöten. Es schlichen sich immer mehr längere Stellen ein, die sich Chevy Stevens gut hätte sparen können. Sie brachten den Plot nicht weiter und führten dazu, dass ich mich sogar gelangweilt habe. Zudem konnte ich viele Handlungen der Schwestern nicht mehr nachvollziehen. Meine Bindung, gerade zur Jess, wurde immer lockerer, bis sie sich irgendwann in der Gänze löste.
Nachdem die eher lahmen Stellen überstanden waren, gab die Autorin der Geschichte noch mal ein bisschen mehr Pfiff, was mir allerdings dann zu viel des Guten war. Die Auflösung wurde auf ein paar Seiten in einem enormen Tempo abgehandelt und war mir persönlich zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Es waren mir zum Schluss zu viele Zufälle, die letztendlich die Geschichte, die so viel Potenzial hatte, viel zu gehetzt abgeschlossen hat.

Fazit:
Chevy Stevens neuester Thriller Those Girls fängt sehr vielversprechend an, nimmt ab dem zweiten Teil allerdings immer mehr ab. Von Spannung ist bald nichts mehr zu spüren und auch das Ende ist meiner Meinung nach, eher zu lieblos und zu utopisch zu Papier gebracht worden. 
Gut gefallen hat mir der Plot, der wirklich voller Potenzial steckte. Schade, dass dieses nicht genutzt wurde.

Weitere Rezensionen:

Habt einen wundervollen Tag, ihr Lieben. ♥

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2 Comments

  • Ela 18. August 2016 at 5:04

    Hi Kitty,
    mir ging es ähnlich. ich fand ihn zwar dennoch irgendwie fesselnd aber die Spannung ließ tatsächlich deutlich nach.
    Eigentlich schade denn auch ich fand den Einstieg sehr gelungen.
    Liebe Grüße
    Ela

    Reply
    • Kitty 24. August 2016 at 13:55

      Fesselnd war es auch irgendwie, allerdings hat mir der Beginn einfach viel, viel besser gefallen. Die Sprünge der Erzähler haben mich wohl rausgebracht, aber auch die Tatsache, dass es zum Ende hin einfach zu viel und schnell vonstatten ging. Du hast Recht, es ist echt schade. 🙁
      GlG
      Kitty ♥

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