Rezension:
Jennifer L. Armentrout – Opposition

Posted on 11. Mai 2016 by Dörte

 

Vielen Dank an den Carlsen Verlag, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Original: Opposition
Lux #5 | 29.04.16 | 416 Seiten | Carlsen | Autorin | Leseprobe | Kaufen

 

Katy kann noch immer nicht fassen, dass Daemon sie verlassen und sich der Armee der Lux angeschlossen hat. Seit deren Invasion ist ein Krieg ausgebrochen, der schon viele Menschenleben gekostet hat. Niemand ist mehr sicher, doch um der schwangeren Beth zu helfen, wagt Katy sich aus dem Haus. Als ihr größter Wunsch in Erfüllung geht und sie Daemon begegnet, scheint dieser jegliche Gefühle für sie verloren zu haben. Katy muss herausfinden, ob noch etwas von dem Daemon, den sie liebt, in ihm steckt – bevor alles verloren ist.

 

 

Man trifft auf alte Bekannte, deren Entwicklung man von Band zu Band mitverfolgen konnte. Besonders jene von Katy fand ich sehr bemerkenswert, war sie in Obsidian doch noch ein komplett anderer Mensch, als jetzt in diesem Finale.
Aber auch Daemon hat sich ziemlich verändert. Er ist nicht mehr der arrogante Schnösel, als den wir ihn kennenlernten, sondern zeigt endlich was für ein weiches Herz er hat.
In Opposition ist keinerlei Veränderung an den Protagonisten mehr erkennbar, was ich allerdings auch nicht erwartet habe. Schließlich hatte sie vier Bände lang Zeit zu dem zu werden, was sie letztendlich geworden sind.
»Bis heute hatte ich keine Ahnung, wie diese Senke auf jeder Seite seiner Hüfte entstand. Welche Sit-ups musste man dafür machen? Ich hatte keine Ahnung, denn ich  machte höchstens mal einen Sit-up, wenn ich mich aufsetzte, um das Bett zu verlassen.
Um Schokolade zu holen.«
Ich mag es so sehr, wie Jennifer L. Armentrout es stets schafft, mir am Anfang eines jedes Buches aus der Lux-Reihe das Gefühl zu geben, als wären nicht zig Monate vergangen. So dauerte es auch dieses Mal nicht lange, bis ich wieder wusste, wie Origin endete und wo wir uns mit den Protagonisten gerade befinden.
Ich ließ mich durch die Geschichte treiben, empfand übelste Mitleid für Katy, die ohne Daemon so unendlich traurig war und fieberte dem großen Finale entgegen. Und das, obwohl ich eigentlich gar nicht wollte, dass die Reihe überhaupt jemals enden würde. 
Die Autorin lässt, wie gewohnt, abwechselnd Katy und Daemon den Stand der Dinge berichten. Sie erzählen uns in der Ich-Form, wo sie sich gerade befinden und, was ich als enorm wichtig ansehe, geben uns einen tiefen Blick in ihre Gedanken und ihre Emotionen. So waren für mich die Gefühle stets zum Greifen nah und ich konnte mich, wie eh und je, sehr gut in die Zwei hineinversetzen.
»Doch ich konnte jetzt nicht schlappmachen und schlafen konnte ich auch nicht. Nicht […] wenn die ganze Welt kurz davor war … verdammt, ja, zur Dystopie zu werden, wie die Welt in den Büchern, die ich immer gelesen hatte.
Bücher. Seufz. Wie sehr ich sie vermisste.«
Insgesamt hatte ich mir Opposition ein bisschen actionreicher vorgestellt. Klar, es gibt einen Kampf, doch dieser war für mich eher unspektakulär und auch nicht besonders überraschend. Allgemein bietet Opposition leider nicht wirklich irgendwelche erschreckende Entwicklungen, sondern plätschert besonders auf den ersten Seiten einfach so dahin, ohne, dass großartig etwas passieren würde. In dieser Zeit wurde mir viel zu sehr auf die Liebesgeschichte der Protas eingegangen. Diese war so dominant, dass sie das Finale für mich leider viel zu sehr in den Hintergrund gedrückt hat. Zudem habe ich mich auch irgendwann ein wenig gelangweilt, da eben außer den Liebesschwüren und den anderen kitschigen Szenen zwischen Daemon und Katy nichts passierte.
Zum Anderen konnte mich Jennifer L. Armentrout mit der Auflösung des Ganzen nicht so ganz überzeugen. Wie alles gekommen ist und wie es schließlich gelöst wurde (oder auch nicht), war zwar schon irgendwie schlüssig, mir insgesamt aber zu einfach gehalten. Dafür, dass ich Katy und Daemon so lange begleitet und natürlich auch große Erwartungen speziell an das Ende hatte, war es mir zu wenig. Ich hatte mit einem lauten Knall gerechnet. Mit mehr Action, mehr Spannung, eben noch mehr von dem, was ich am Rest der Reihe und besonders in Origin er-, und durchlebt habe.
Als ich den Buchdeckel geschlossen habe, wusste ich nicht, was ich denken sollte. Auf der einen Seite mag ich diese Reihe wirklich sehr, aber auf der anderen Seite hat dieses Finale bei mir doch einen eher faden Nachgeschmack hinterlassen.
»Es gab hundert verschiedene Möglichkeiten, wie das hier enden konnte, und bei keiner sah ich ein Happy End.«
Das Finale der Lux Reihe habe ich mir insgesamt ein bisschen fulminanter vorgestellt. Die Liebesgeschichte der beiden Protagonisten war mir an dieser Stelle zu dominant und zudem weitgehend auch noch viel zu kitschig. Positiv ist erneut der flüssige Schreibstil der Autorin zu benennen und die Idee, die hinter dieser Reihe steckt.
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Die Reihe: ObsidianOnyxOpalOrigin | Opposition

 

 

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