Kurz-Rezension:
Cassandra Clare & Holly Black – Der kupferne Handschuh

Posted on 19. November 2015 by Dörte

 

Magisterium #2 | 304 Seiten |  One | Autorin | Autorin

Callum hat am Ende des ersten Schuljahrs die erste Pforte durchschritten: Nun kann ihm niemand mehr seine Zauberkräfte nehmen. Das zweite Schuljahr steht an, doch schon wieder liegt das größte Abenteuer für Call außerhalb des Magisteriums. Er muss herausfinden, welche Rolle sein Vater Alastair bei all dem gespielt hat, was kurz nach Calls Geburt beim Eismassaker passiert ist. Kann es sein, dass Alastair ein Verbündeter des Feindes ist? Was bedeutet das für Callum? Und wem kann er jetzt überhaupt noch vertrauen?

 

 

 

!Achtung Band zwei der Reihe! Ich kann nicht auf Spoiler zum ersten Teil verzichten!


Der kupferne Handschuh

beginnt fließend dort, wo der erste Band der Magisterium Reihe aufgehört hat. Callum nimmt uns erneut mit auf die Reise und schildert uns seine Ereignisse auktorial. Der Protagonist verbringt die Ferien zusammen mit seinem Wolf bei seinem Vater, doch so ruhig, wie es scheint, ist es leider nicht.
Callum kommt mit der Tatsache, dass tatsächlich er  der „Böse“ sein soll, nicht klar. Ihn plagt das schlechte Gewissen. Seine Gedanken sind für mich nachvollziehbar gewesen und seine Emotionen verständlich. Allerdings muss ich sagen, dass es mir an einigen Stellen zuviel wurde genau diesen zu lauschen. Es dreht sich nur noch darum, wie der erste Teil des Magisteriums geendet hat. Wenn ich dachte, dass es mit dem Plot endlich mal weiter geht, fing Callum erneut an, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, ob Handlung X böse ist, oder nicht. Er versucht in Gedanken nämlich seinem Schicksal ein Schnippchen zu schlagen und wägt darum immer ab, ob er eine bestimmte Sache nun macht, oder besser sein lässt. Schließlich will  er ja gar nicht „die Seele des Bösen“ in sich haben. Wie schon erwähnt, konnte ich seine Gedanken schon verstehen, diese hatte ich allerdings schon beim dritten Mal verstanden und verinnerlicht. Da musste nicht noch X-mal drauf eingegangen werden, denn nach einer gewissen Zeit empfand ich diese Wiederholungen als ziemlich anstrengend.

„Zeig ihr bloß nicht, wer du wirklich bist“, sagte er. „Gib dich als jemand aus, den sie lieben könnte, dann liebt sie dich auch. Weil die Menschen sowieso nur das in einem lieben, was sie in einem sehen.“
Außerdem muss ich leider sagen, dass mich die Geschehnisse dieses Mal schon sehr an einen anderen, sehr bekannten Zauberlehrling erinnert haben. Die Freunde gehen auf ein außerschulische Abenteuer, stehen hintereinander und erleben ziemlich viel Unerwartetes, bevor sie – vielleicht – wieder in der Schule landen. Konnten sich diese Gemeinsamkeiten im ersten Teil noch ziemlich schnell verflüchtigen, dauerte es mir hier ein bisschen zu lange, bis ich  nicht mehr an eben „diesen Einen“ Zauberer erinnert wurde. Nichts desto trotz sind es dennoch eigenständige Geschichten, die im Grunde genommen natürlich nichts miteinander zu tun haben, dennoch war mir die ein oder andere Parallele doch etwas zuviel des Guten.
Mit diesen ganzen Punkten möchte ich unter keinen Umständen sagen, dass mir diese Fortsetzung nicht gut gefallen hat. Im Gegenteil. Ich war gefesselt und wollte schon wissen, ob sich die Befürchtung, dass Alastair wirklich den Bösen angehört, bestätigen würde, bis ich diese Antwort erhielt, sollten jedoch viele spannende Seiten auf mich warten, die ich, mal mehr, mal weniger, auch sehr genossen habe.
Der Schreibstil ist so angenehm, wie ich ihn auch schon im ersten Band empfunden habe. Mal liest sich in einer ziemlich schnellen Geschwindigkeit durch die Seiten und ich muss sagen, dass ich von einigen Wendungen schon ziemlich überrascht war.
Besonders angenehm finde ich, wie die Freunde sich weiter entwickelt haben und vor allem wie Cal sich mit seinem Schicksal auseinandersetzt. Er kämpft dagegen an und macht alles, damit es nicht zur bitteren Realität wird. Durch sein Handycap ist er für mich irgendwie sowieso etwas ganz Besonderes. Ein Protagonist, den ich schon sehr in mein Herz geschlossen habe, da er so authentisch ist.
„Das Ende ist näher, als du denkst …“

Der kupferne Handschuh konnte mich leider nur bedingt überzeugen, denn bis zur Hälfte des Buches passiert nichts Relevantes welches den Plot weiterbringt. Die Geschichte plätschert eher ein bisschen vor sich hin, ohne Spannung zu erzeugen. Diese stellt sich erst nach der ersten Hälfte ein. Ab diesem Zeitpunkt war ich entzückt und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Trotz, dass ich nur bedingt überzeugt wurde, bin ich gespannt, wie es mit Call weiter gehen wird.

**************************************************************************************************************************************

 

Die Reihe: Der Weg ins LabyrinthDer kupferne HandschuhDer Schlüssel aus Bronze | Die silberne Maske

 

Dir hat der Beitrag gefallen? Dann mach doch auch andere darauf aufmerksam!

5 Comments

  • Nicole Wagner 20. November 2015 at 16:15

    Hallo Kitty,

    schade, dass dir Band 2 nicht so gut gefallen hat. Irgendwie bin ich trotzdem froh, weil ich jetzt nicht mehr das Gefühl habe, etwas zu versäumen. Die Ähnlichkeiten mit dem Zauberlehrling brauche ich eher nicht. Nun habe ich für mich beschlossen, dass ich die Reihe gut sein lasse.

    Liebe Grüße,
    Nicole

    Reply
    • Kitty 22. November 2015 at 11:34

      Liebes, ich möchte ja keinesfalls sagen, dass die Geschichte an sich schlecht ist, denn das ist sie keinesfalls. Mir sind die Parallelen zu Potter hier nur mehr und extremer aufgefallen. Und dazu hat es auch dieses Mal länger gedauert, bis ich nicht mehr das Gefühl hatte, dass die Rede von Hogwarts ist, allerdings sind beides eigenständige Geschichten. Die Geschichte von Cal ist wirklich gut durchdacht und hat enormes Potenzial. Und den ersten Band habe ich echt abgefeiert. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass es bei dieser Fortsetzung um irgend so einen "Füllband" handelt und der Nächste wieder besser wird. Schreib die Reihe noch nicht ab, bitte. 😉
      GlG
      Kitty ♥

      Reply
  • Rezension:Cassandra Claire & Holly Black - Der Weg ins Labyrinth, Magisterium #1 - Books and Family 21. Juni 2018 at 22:35

    […] Reihe: Der Weg ins Labyrinth | Der kupferne Handschuh | Der Schlüssel aus Bronze | Die silberne […]

    Reply
  • Rezension:Cassandra Clare & Holly Black - Der Schlüssel aus Bronze - Books and Family 21. Juni 2018 at 22:57

    […] Reihe: Der Weg ins Labyrinth  | Der kupferne Handschuh  | Der Schlüssel aus Bronze  | Die silberne […]

    Reply
  • Kurz-Rezension:Cassandra Clare & Holly Black - Die silberne Maske - Books and Family 27. Juni 2018 at 10:46

    […] Reihe: Der Weg ins Labyrinth | Der kupferne Handschuh | Der Schlüssel aus Bronze | Die silberne […]

    Reply

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.