KurzRezension:
Sebastian Fitzek – Der Seelenbrecher

Posted on 5. Juni 2015 by Dörte


 368 Seiten |  Knaur. | Fitzek | Leseprobe 

Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den »Seelenbrecher« nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt …

Buchtrailer:

Meine Meinung:
Durch diesen Thriller rauscht man von der ersten bis zur letzten Seite, in einem immens hohen Tempo. Man ist mit ein paar Leuten zusammen in einer mysteriösen alten Villa und stellt sich einem Experiment.
Schon auf den ersten Seiten hatte ich das Gefühl zu dieser Gruppe zu gehören und gemeinsam mit ihnen die Akte zu lesen. Und diese hat es in sich:
Es wird der Fall vom Seelenbrecher beschrieben. Er tötet seine Opfer nicht, nein, er sorgt dafür, dass sie am Leben bleiben, sich allerdings wünschen, es wäre anders ausgegangen. Die Opfer, drei Frauen, vegetieren vor sich hin. Sie können sich nicht mehr artikulieren, geschweige denn sich bewegen. Niemand weiß, was mit ihnen passiert ist und wie man ihnen helfen kann.
Zusätzlich zu diesem Handlungsstrang begleiten wir in der Akte „Casper“, einem Mann, der sein Gedächtnis verloren hat und sich nur manchmal, bruchstückhaft an einzelne Dinge aus seinem vorherigen Leben erinnern kann. Er lebt momentan in einem Krankenhaus und wird von verschiedenen Ärzten und Psychologen umsorgt.
Sebastian Fitzek schreibt immer mal wieder von der Gegenwart. Wie es den beiden Teilnehmern des Experimentes ergeht, was sie für Gedanken zu den Ereignissen haben. Nach ein paar Seiten findet man sich schließlich erneut in der Klinik wieder und ist wirklich so gepackt, dass man immer weiter lesen muss.
»Die Kälte reißt die Blätter vom Baum der Wahrheit und lässt uns die Dinge dahinter erkennen.«
Zitat aus: „Der Seelenbrecher“

Ich habe die gesamte Zeit über im Dunkeln getappt, und hatte absolut keine Ahnung, was da überhaupt ab geht. Die temporeiche, spannende Schreibweise von Fitzek haben mich dazu gebracht, das Buch innerhalb weniger Stunden regelrecht zu inhalieren. Ich konnte nicht mehr aufhören, aber das wollte ich auch gar nicht. Es hat mich geschockt und sprachlos gemacht, was in dieser Akte ge-, beschrieben wurde und zugegebener Maßen hatte ich an einigen Stellen auch schon mal eine ziemliche Gänsehaut. Ich bin begeistert, wie der Autor es geschafft hat, mich zu einem Teil von dieser Geschichte zu machen. Außerdem bin ich tief beeindruckt über die Art und Weise, wie er die dunkle Stimmung in Worte fassen und für den Leser greifbar machen kann. Stets hatte ich dieses düstere Gebäude vor mir, wie ich flüchte, mich an Casper halte, aber dabei überhaupt nicht sicher sein kann, ob er nicht selbst Der Seelenbrecher ist. Wer die Thriller von Fitzek kennt, weiß: Nichts ist so, wie es zu sein scheint. Und doch falle ich immer wieder aufs Neue auf ihn herein.
Kurz vor Ende habe ich das Buch vor Schreck mal eben weggeworfen. Wer es kennt, wird sicherlich wissen, was der Grund dafür gewesen ist. Für alle, die es nicht wissen: Lest es! Es ist spannend, unvorhersehbar und ein absoluter Pageturner. 

Fazit:
Der Seelenbrecher hat mich so sehr gefesselt, dass ich es in einem Zug durchgelesen habe. Die vielen Überraschungen haben mich sprachlos gemacht und auch mit dem Ende hätte ich jetzt so nicht gerechnet. Besonders toll gefällt es mir, dass Sebastian Fitzek stets eine „Überraschung der besonderen Art“ für seine Leser mit in die Geschichten einbaut.
Bester Fitzek Thriller bisher!

                            Kitty 
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8 Comments

  • Nenatie 6. Juni 2015 at 9:37

    Hallo 🙂
    "Der Seelenbrecher" war mein erstes Buch von Fitzek und ich fand es auch echt gut! Hab es in einem Rutsch gelesen weil es einfach so fesselnd war!

    Liebe Grüße

    Reply
    • Kitty 8. Juni 2015 at 8:37

      Ich finde es ja irgendwie lustig, das Der Seelenbrecher von so vielen das erste Buch von Fitzek war. Bei mir war es das letzte, was ich von ihm gelesen habe. :-O
      Freut mich, dass es dir genau so gut gefallen hat. Und du hast ja, wie ich, den Thriller auch in einem Rutsch durchgelesen. Mal ehrlich: Anders geht es auch gar nicht. :-O
      GlG
      Kitty ♥

      Reply
  • Puste Blume 7. Juni 2015 at 7:57

    Ich habe bisher noch kein Buch von Fitzek gelesen, aber "Passagier 23" befindet sich auch schon länger auf meiner Wunschliste. Das Buch hier klingt ebenfalls enorm spannend und darf sich mit auf meine Wunschliste einreihen. Danke für die tolle Rezi 🙂

    Reply
    • Kitty 8. Juni 2015 at 8:39

      Bitte, bitte. 🙂
      Ich muss leider sagen, dass ich Passagier 23 nicht so stark fand, wie die anderen Bücher von Fitzek. Meiner Meinung nach ist es sogar das Schwächste von ihm. Wohingegen ich Der Seelenbrecher wirklich als äußerst gelungen empfand. Aber das ist natürlich Geschmackssache und mit einem Buch des Autors kann man eigentlich überhaupt nichts falsch machen, denn er schreibt richtig, richtig gut. 🙂
      GlG
      Kitty ♥

      Reply
  • Katja Wolke 7. Juni 2015 at 11:37

    Oh ja das klingt doch total überzeugend! Dann muss ich den Fitzek eindeutig noch lesen^^

    Liebe Grüße,
    Katja 🙂

    Reply
    • Kitty 8. Juni 2015 at 8:39

      Absolut! Ich kann es dir echt nur wärmstens empfehlen. Hab schon lange nicht mehr einen so spannenden Thriller gelesen. 🙂
      GlG
      Kitty ♥

      Reply
  • Lottasbuecher 7. Juni 2015 at 21:38

    Hallöchen meine liebste Kitty,
    ich kopier deine Rezi dann einfach mal und tue so als wäre es meine, denn wir sind uns mal wieder vollkommen einig. Ich weiß noch, dass war damals mein aller erster Fitzek und ich finde für mein damaliges Alter war der eigentlich ziemlich heftig, aber ich habe früher sehr gerne solche Bücher gelesen. Ich würde jetzt auch gerne wieder solche Bücher gelesen. Ich habe nur immer das Gefühl mittlerweile, das sie sich in vielen Punkten gleichen und dann wird mir schnell langweilig. Ich brauche Thriller der Superlative. 😀

    Liebst, Lotta

    Reply
    • Kitty 8. Juni 2015 at 8:42

      Freut mich, dass wir uns jetzt auch endlich mal bei einem Thriller einig sind. Da gehen unsere Meinungen ja eigentlich ziemlich oft ein bisschen auseinander. :-O
      So geht es mir auch. Habe ebenfalls das Gefühl, dass sich die Geschichten gleichen. Außerdem muss ich sagen, dass mich manches auch nicht mehr wirklich "schocken", bzw. überraschen kann, eben weil ich schon so viel aus dem Genre gelesen habe. Da empfinden jene, die sich nicht oft in diesem Gebiet rum treiben einen Thriller als total toll und aufregend und ich denke mir Warum? Das habe ich so doch schon mal gelesen und da war es auch besser umgesetzt. Wie du siehst: Auch ich brauche mittlerweile Thriller der Superlative. :-O
      GlG
      Kitty ♥

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