Rezension:
A. J. Betts – Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe

Posted on 10. November 2014 by Dörte

 

 

 Fischer | 336 Seiten |  Leseprobe | Kaufen

 

LIEBE IST STÄRKER ALS JEDE STATISTIKZwei Ich-Erzähler zum Verlieben erzählen ihre Geschichte einer unwahrscheinlichen Liebe

Kopf an Kopf liegen Zac und Mia in ihren Krankenhausbetten, nur durch eine dünne Wand getrennt. Alter: 16. Diagnose: Krebs. Gefühlszustand: isoliert und allein. Und aus ersten Klopfzeichen erwächst eine Liebe, die unter normalen Umständen niemals möglich gewesen wäre …

 

 

 

 

 

Zac ist der totale Optimist. Selbst als bei ihm die Krankheit ein zweites Mal zuschlägt, verliert er nicht seinen Lebensmut. Er kämpft und reißt sogar Witzchen über seine Situation. Für Zac ist das Glas stets halb voll.
Mia ergeht es anders. Sie verflucht ihre Krankheit, sowie die Leute in ihrer Umgebung. Es ist nicht fair, was mit ihr geschehen ist. Niemanden lässt sie an sich ran, doch dann trifft sie auf Zac und sieht es plötzlich von einer ganz anderen Seite…

Durch das ernste Thema begleitete mich stets eine dunkle Wolke, welche ich die gesamte Zeit während des Lesens über meinem Kopf gefühlt habe. Ich habe Seite um Seite gehofft, dass Zac, wie auch Mia ihre Krankheiten überwinden und es ein Happy End geben würde.
Das Schicksal beider Protagonisten hat mich wirklich sehr berührt und mich auch nachdenklich gestimmt. Es kann so schnell passieren, dass man eine solche Hiobsbotschaft bekommt. Das Leben ist einfach viel zu kurz, um sich mit Nichtigkeiten aufzuhalten.

 

Besonders gut hat mir Zac gefallen.
Wie er mit seiner Situation umgeht ist einfach vorbildlich. Er macht Scherze über seine Krankheit und haut manchmal solch witzige Sachen raus, dass ich trotz des ernstes Themas laut los lachen musste. Dennoch bekommt man trotzdem mit, dass er natürlich Angst hat und um jeden Preis seine Krankheit überwinden möchte. Ich habe ihn stets bewundert. Besonders wie er mit Mia umgeht hat mich aufseufzen lassen. Er versucht ihr beizustehen, hilft ihr, nicht aufzugeben. Dabei ist er total sympathisch.
In Mia konnte ich mich selbst wiederfinden. Ich fürchte, ich würde ähnlich reagieren, wenn ich in ihrer Situation wäre. Mein Verständnis, was die Protagonistin angeht, wurde allerdings erst im Laufe der Geschichte entfacht. Vorher hatte ich leider nicht so einen großen Bezug zu ihr, was auch daran liegen mag, dass die ersten Kapitel eher Zac gehörten.
Es heißt, Krebs würde einen stärker machen. Das stimmt nicht. Er bringt dich durcheinander. Er sorgt dafür, dass es dich juckt, ohne dass du dich kratzen kannst, und dass dein Herz schmerzt.

Beide Charaktere erzählen in unregelmäßigen Abständen ihre Sicht der Dinge in der Ich-Form. Dadurch konnte ich mich mit ihnen anfreunden und ihrer Geschichte folgen, sowie mich besser mit ihren Emotionen befassen. Es gelang der Autorin zwar nicht immer, die Gefühle der Protagonisten bei mir ankommen zu lassen, doch zum größten Teil habe auch ich sie gespürt.
Besonders das Kennenlernen der Zwei hat mir außerordentlich gut gefallen. Ich konnte die beiden förmlich vor Augen sehen, wie sie in ihren Krankenzimmern an die Wand klopften, oder sich (später) gegenüber saßen und miteinander redeten. Ich habe beiden abgenommen, wie es in ihnen aussah, was sie gefühlt haben und wie unterschiedlich sie mit ihren Krebserkrankungen umgegangen sind.

Im Grunde

genommen sind sie wie Tag und Nacht und doch schweißt sie ihre Krankheit zusammen.
Es ist für mich sehr traurig zu lesen gewesen, was Mia alles ertragen muss. Ich hatte sehr oft einen dicken Kloß im Hals. Doch auch bei Zac herrscht leider nicht immer eitler Sonnenschein.
Wie sich die Freundschaft der beiden entwickelt habe ich gerne gelesen. Auch, wie sie sich nach dem Krankenhausaufenthalt wieder sehen und ihr emotionales Band noch verfestigen.
Die Wendung am Ende des Romans hat mich sehr nachdenklich und auch traurig gemacht. Es ist schon ein bisschen verrückt, wie sich Zac und Mia verändert haben und quasi
ACHTUNG SPOILER!
die Rollen getauscht haben.
SPOILER ENDE

Ich widme mich nun ganz dem Harry-Potter-Ausdauertest. Acht Filme nacheinander ist die Art Herausforderung, der ich mich stellen kann.
Zwei Dinge beschäftigen mich dabei besonders: wie Daniel Radcliffes schauspielerische Fähigkeit von Film zu Film ab- und Emma Watsons Großartigkeit immer weiter zunimmt. […] Am Ende von Die Heiligtümer des Todes ist sie megaheiß.
Der Erzählstil, die Ich-Form hat mir sehr gut gefallen. Auch, das die Protagonisten abwechselnd zu Wort kommen. Jegliche Emotionen kamen bei mir an. Ich habe es genossen zu lesen, wie aus Bekannten so enge Verbündete geworden sind. Trotz des ernsten Themas habe ich dieses Buch sehr gerne gelesen und kann es nur weiter empfehlen.
Dir hat der Beitrag gefallen? Dann mach doch auch andere darauf aufmerksam!

4 Comments

  • pageafter page 10. November 2014 at 19:04

    Huhu,
    schöne Rezi!
    Ich hatte ja ein bisschen Angst, dass das Buch bloß ein Abklatsch von "Fault in Our Stars" ist, aber die vielen positiven Meinungen konnten mich überzeugen 😉 Ich denke, ich werde es doch lesen 😀
    Liebe Grüße,
    Ebru

    Reply
  • Lotta Lunatic 10. November 2014 at 21:39

    Hallo liebes,
    ich habe dem Buch noch eine Note schlechter gegeben für mich kamen die Emotionen einfach viel zu kurz und insgesamt war es einfach nicht mehr als 'okay'. zumindest für mich.
    Eine feine Rezi hast du da geschrieben 🙂

    Liebst, Lotta

    Reply
  • Nadine Sko 10. November 2014 at 23:21

    Huhu,
    Wirklich tolle Rezi, jetzt überleg ich mir echt ob ich das Buch nun lesen sollte oder nicht, wenn die Emotionen wirklich zu kurz kommen dann ist das was für mich, mal sehen 🙂

    Und deinen Blog finde ich wirklich schön 🙂

    Deine neue Leserin
    Nadine
    http://missi100.blogspot.de/

    Reply
  • misshappyreading 11. November 2014 at 15:53

    Wow da hast du dir was von der Seele schreiben müssen 😀 Tolle Rezension, ich will das Buch auch unbedingt noch lesen 🙂
    Grüße Nadine von http://misshappyreading.blogspot.de/

    Reply

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.