Book Misery #7

Posted on 16. Oktober 2014 by Dörte

Negative Rezensionen und ihre „Folgen“

Ich weiß nicht, ob ihr es vielleicht sogar genau so macht, wie ich: Gerne stöber ich nämlich zu einem Buch, was ich gerade gelesen habe in den Rezensionen bei Amazon. Besonders oft geschieht das, wenn mir der Titel aus welchen Gründen auch immer nicht ganz so gut gefallen hat.

Dort fällt mir immer wieder auf, das negative Rezensionen meist viel schlechter bewertet werden, als positive. Woran mag das liegen? Gekränkte Eitelkeit, weil jemand das Buch abfeierte und nicht verstehen kann, dass es tatsächlich Menschen gibt, die das absolut anders sehen? Warum nehmen es so viele persönlich, ja, tun gerade so, als hätten sie das Buch selbst geschrieben?
Hierbei muss ich allerdings dazu sagen, dass ich damit nicht die „Das Buch ist scheiße“-Rezensionen meine, sondern jene, die wirklich gut geschrieben sind und wo der Rezensent begründet, warum ihm das Buch nicht gefallen hat. Gerade bei solchen Kritiken merke ich manchmal schnell, ob ich das Buch überhaupt noch lesen möchte, oder nicht. Also sind sie (für mich) hilfreich.
Vor längerer Zeit habe ich mal bei Amazon geschaut, wie das Buch von Jojo Moyes „Eine handvoll Worte“ bewertet wurde. Es fiel mir schwer in die Geschichte zu finden und die vielen verschiedenen Charaktere und Handlungsstränge verwirrten mich. Bei einer Rezension blieb ich sozusagen hängen, weil sie genau das spiegelte, was ich selbst auch empfunden hatte:

 

 Ein totales Durcheinander, 14. Dezember 2013

1.0 von 5 Sternen

Rezension bezieht sich auf: Eine Handvoll Worte (Broschiert)

 

So wie fast alle hier habe auch ich zuerst ein ganzes halbes Jahr regelrecht verschlungen und habe mir dann sofort dieses Buch hier gekauft. Es ist so durcheinander, ich habe es immer wieder zur Seite gelegt und tagelang pausiert. Ich habe mich in dem Buch nicht zurecht gefunden, wusste teilweise erst nach zwanzig Sätzen wo ich überhaupt gerade bin. Die Autorin springt in Zeiten rum und nennt einfach zu viele Namen. Es ist sehr langatmig. Auch für mich war das eine große Enttäuschung. Leider. Ich würde es nicht weiterempfehlen, auch wenn das vorangegangene Buch so viel von dieser Autorin verspricht wirklich schade. Man hat den Eindruck sie wollte noch schnell Einen weiteren Bestseller schreiben. Quelle

 

Ich persönlich finde diese Meinung gut geschrieben und gut begründet. Es war das, was die Leserin empfunden und mitgeteilt hat. 20 von 28 Lesern sind derselben Meinung und gaben ein „Hilfreich“ ab.
Dann sah ich verschiedene Kommentare unter dieser Rezension und dachte mir, ich schau mal, was da so steht. Bin eben neugierig veranlagt. 😉
„Eine Handvoll Worte“ ist der VORGÄNGER von „Ein ganzes halbes Jahr“. Bevor sie dümmliche und falsche Unterstellungen machen, informieren Sie sich doch lieber.
Und wenn sie intellektuell mit dem Buch überfordert sind, heißt das nicht zwingend, dass das Buch schlecht ist. 😉
Im Gegenteil sogar: „Eine Handvoll Worte“ ist ein ganz wundervolles Buch. Es ist halt ein bisschen anspruchsvoll. Quelle

************************************************************************************************

 

Seht ihr es ähnlich, wie ich, dass dieser Kommentar nicht ganz so „nett“ ist? Ja okay, Jojo Moyes hat tatsächlich vor „Ein ganzes halbes Jahr“ „Eine handvoll Worte“ geschrieben, allerdings tut das meiner Meinung nach überhaupt nichts zur Sache. Jemandem zu unterstellen man sei „überfordert“ mit der Geschichte und das Buch wäre eben zu „anspruchsvoll“ für einen, finde ich schon ziemlich -.-.
Doch damit nicht genug.
Bei weiteren „Recherchen“ in negativen Rezensionen zu diesem Titel dachte ich des Öfteren, ich spinne, denn ich fand bei jeder einzelnen von ihnen genau das von mir oben eingefügte Kommentar.
Warum macht man sowas?!
Irgendwie ist mir auch aufgefallen, das vermehrt in Ein-oder Zwei Sterne Rezensionen gespoilert wird. Bestes Beispiel hierzu ist die Divergent-Reihe. Was bin ich froh, dass ich mich von den ganzen Rezis ferngehalten habe, bevor ich das Buch gelesen habe. Gerade bei diesem Titel scheiden sich ja total die Geister. Die Einen, wie ich, fanden das Ende gelungen und passend, andere jedoch waren regelrecht wütend auf die Autorin und haben das in ihrer Kritik auch richtig abgelassen. Da wurde gewettert und natürlich auch erstmal haarklein erzählt, warum man das Ende so blöd fand. Dass der dickste Spoiler überhaupt dabei ausgepackt wurde, wurde einfach mal nicht gekennzeichnet.
Mal ehrlich: Ich kann es ja verstehen, dass viele nicht ganz so begeistert sind. Ich selbst hätte mir auch einen anderen Ausgang gewünscht, dieser wäre meiner Meinung nach aber so richtig an den Haaren herbeigezogen gewesen. Wie ihr seht: Ich akzeptiere jede Meinung, solange sie gut begründet ist und sich der „Schreiber“ nicht im Ton vergreift. Genau das finde ich auch enorm wichtig. Es ist nun mal schlicht unmöglich, dass jeder dasselbe Buch abfeiert, oder es am liebsten in die Tonne hauen würde. Wir haben schließlich alle einen unterschiedlichen Geschmack. Die Einen mögen dieses, die Anderen mögen jenes. Sich bei unterschiedlichen Meinungen anzugiften kann ich überhaupt nicht verstehen, ihr?
Ein weiteres Thema, was wohl up to date zu sein scheint: Autoren, die uns Buchblogger bitten ihre Bücher zu rezensieren, aber nicht wirklich amused darüber sind, wenn uns der Inhalt nicht so zusagt.
Ich habe es zum Glück noch nicht erlebt, aber schon des Öfteren gelesen, dass manche Autoren wirklich ungehalten werden, wenn das Buch nicht gut bei der Rezension weg kommt.
Oder aber so wie dieses Beispiel zeigt, allgemein nicht sehr gut auf negative Rezis reagieren:

 

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen 08/15 der schlechten Sorte, 3. August 2014
Von
H
Wieder ein Beispiel für jemanden, der nur auf einer Welle mitschwimmt, der deutschen Sprache aber nur bedingt mächtig ist.
Allein schon die Frechheit, seinen Lesern ein Produkt zu verkaufen, das offensichtlich weder korrigiert noch lektoriert wurde, lässt darauf schließen, dass der Autor/die Autorin (entnehme ich dem Inhalt und der Thematik) keine Qualität abliefern wollte.
Auch die wirre Geschichte bestätigt mein Urteil.
Deshalb rate ich vom Kauf ab, denn es gibt eine Menge Bücher, mit denen man weder Zeit noch Geld verschwendet!

 

L meint:

Einen Inhalt den Sie scheinbar nicht kennen, denn hilfreich ist Ihre Rezension nicht, da sie nur aus Beleidigungen besteht und nicht zeigt, dass Sie dieses Werk wirklich gelesen haben. Kann man also unter jedes andere Buch auch setzen. Schönen Abend noch.

H meint:

Wozu auf den Inhalt noch eingehen? Sind sie gar der Autor/die Autorin? Dann bitte weiterhin üben! Vor allem deutsche Rechtschreibung!

 

Und zu glauben, ich hätte es nicht gelesen, weil kein verifizierter Kauf, ist das naiv!
Es gibt auch andere Quellen, nur mal so als Hinweis.

 

L meint:

Ich bin weder der Autor/ die Autorin noch habe ich auf eine Verifizierung angespielt. Aber Ihre Rezi ist nichts weiter als eine Beleidigung. Wenn ihnen etwas gestört hat, warum kann man das nicht ordentlich machen? Warum nicht Sachen/Handlungen aus dem Buch erwähnen? Produktiv ist Ihre Aussage jedenfalls nicht.

H meint:

Das hat folgende Gründe:

 

Zum Inhalt haben sich andere schon ausgiebig geäußert.
Ausführlicher rezensiere ich nur, wenn ich Autor bzw. Verlag dies zugesagt habe.
Ansonsten gebe ich nur mein persönliches Urteil ab. In diesem Fall ist es wohl etwas subjektiver als sonst, die Gründe dafür gehören hier jedoch nicht hin.
Wie man ja sieht, sind Geschmäcker verschieden, die Wahrnehmung des Gelesenen auch (siehe Unverständnis, warum es überhaupt jemandem nicht gefallen kann).
Als Autor, an den gewisse Anforderungen gestellt werden, lese ich vielleicht anders, mag sein.
Mehr kann ich dazu nicht sagen, ohne Interna preiszugeben.
Ich hoffe, ich konnte Sie etwas beruhigen.

 

J meint:

Schön, dass L im Kommentar zu meiner 1-Sterne Rezension zugegeben hat, die/der Autorin/Autor zu sein

H meint:

Danke für den Hinweis.

 

Ein/e Lügner/in ist sie/er also auch noch!
Ich weiß von anderer Stelle, dass xyz auf Kritik sehr verschnupft reagiert. Zu sehr.
Aber davon wird das Buch nicht besser. Quelle

 

Whaaaaaaat???

Ich habe extra nicht angegeben um welches Buch und um welche/n Autor/in es sich handelt, weil ich ja schließlich auch niemanden zu nahe treten möchte. Allerdings passte diese Rezension und auch die Rektion des/der Autors/Autorin wunderbar zu diesem Book Misery. Ich habe bewusst alle Links raus genommen, sowie jeden Namen abgekürzt und ebenfalls verborgen, ob es sich um eine Autorin, oder einen Autoren handelt. Alles von mir „geänderte“ ist unterstrichen.
Ich finde diese Reaktion echt sehr, sehr heftig und kann sie nicht so ganz verstehen. Klar, wenn ich selbst ein Buch veröffentlicht hätte und jemanden gefällt es so gar nicht, dann bin ich traurig. Verständlich, oder? Wenn ich dazu schließlich noch eine Rezension lese, die inhaltlich einfach nur aussagt, dass es blöd und langweilig ist, aber keine Begründung abgibt, wäre ich sicherlich auch ungehalten. Aber bei einer handfesten Rezension, die aufzeigt, was man sich gewünscht hätte und was der Autor, die Autorin vielleicht hätte besser machen können, kann man meiner Meinung nach auch noch was von den Verbesserungsvorschlägen im nächsten Buch umsetzen, oder?
Wir meinen es schließlich ganz und gar nicht böse, wenn wir eine Ein-Sterne-Rezension schreiben. Ich selbst bewerte ein Buch absolut nicht gerne so „schlecht“ und es bereitet mir regelrecht Magenschmerzen, wenn ich es dennoch tun muss.
Ganz besonders bei RezEx habe ich ein ungutes Gefühl und entschuldige mich sogar dafür, dass es mir nicht gelegen hat. Die Reaktionen von den Verlagen sind allerdings stets positiv. Sie sind dankbar für eine ehrliche Rezension und sagen selbst, dass es nun mal nicht möglich ist, dass einem wirklich alles gefallen kann. Letztens schrieb mir sogar jemand, dass negative Rezensionen genau so gern gesehen werden, wie positive, denn damit können sie sehen, was man vielleicht noch verbessern könnte.
Und das war von mir auch der abschließende Satz zu diesem Thema. Ich werde es weiter so handhaben, wie ich es bisher getan habe. Egal ob gut oder nicht so gut, ich schreibe weiterhin ehrlich meine Meinung zu einem von mir gelesenem Buch. Dabei bleibe ich fair und ehrlich und vergreife mich nicht im Ton. Schließlich hat der Autor sehr viel Herzblut in sein Werk mit eingebracht.
Ich werde auch weiterhin jede einzelne Meinung, die von meiner eigenen abweicht akzeptieren und gerne darüber diskutieren. Natürlich in einem angemessenen Ton und niemals respektlos. Ich mag es sogar über verschiedene Titel zu sprechen und die unterschiedlichen Meinungen auf mich wirken zu lassen. 🙂
Ach, bevor ich es vergesse: Über jene Menschen, die gerne Geld für positive Rezensionen an uns Blogger bezahlen wollen, verliere ich besser kein Wort.
Seid euch sicher, dass es so was auf meinem Blog niemals geben wird!

 

Habt ihr schon negative Erfahrungen gemacht, wenn ihr ein Buch schlecht bewertet habt?
Wurde euch schon mal Geld für eine positive Rezension geboten?
Bekommt ihr auch Magenschmerzen, wenn ihr ein Buch schlecht bewerten müsst, weil es euch so gar nicht gefallen hat?
Wie seht ihr das Thema allgemein?
 
 
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23 Comments

  • Bücheraxt 16. Oktober 2014 at 10:58

    Zu deinem zweiten Beispiel muss ich sagen, dass ich die Rezension wirklich nicht allzu gut gelungen und auch ein bisschen gemein finde. Er hätte sich auf jeden Fall netter ausdrücken können.
    Ansonsten müssen Autoren einfach damit leben, dass sie nicht den Geschmack von allen treffen. Ich denke, das ist auch unmöglich. Solange der Ton angemessen ist, in der man die Rezension schreibt, auch wenn es ein RezEx ist, finde ich es völlig okay, ein Buch schlecht zu bewerten. Natürlich tut es einem bei einem RezEx eher Leid, weil man es umsonst zur Verfügung gestellt bekommen hat, aber trotzdem muss man ehrlich bleiben.

    Reply
    • Kitty 21. Oktober 2014 at 17:32

      Sehe ich genau so: Es ist eben einfach nicht möglich den Geschmack von jedem zu treffen. Wie soll das auch funktionieren?
      Ich kann deiner Meinung nur zustimmen: Auch ich finde es enorm wichtig ehrlich zu bleiben, ob es sich nun um ein RezEx handelt, oder nicht. So lange man nicht gemein wird, kann man ruhig sagen, wenn einem das Buch nicht gefallen hat.

      Reply
  • Friedelchen 16. Oktober 2014 at 11:18

    Ich bin in meinen Rezensionen immer ehrlich, und erlebe bei Amazon leider auch öfter, dass Meinungen negativ abgeklickt werden, wenn sie der eigenen nicht entsprechen. Solange diese Rezis nicht unsachlich und einfach nur beleidigend sind, sehe ich in einer "schlechten" Bewertung auch kein Problem, denn jeder hat einen anderen Geschmack.

    Ich finde es auch wenig gelungen, wenn ein Autor schlecht auf Kritik reagiert, aber in dem von dir genannten Beispiel kann ich durchaus nachvollziehen, dass es den Autor aufregt, denn die Rezi ist so allgemein, dass sie zu jedem Buch passen würde.

    Reply
    • Kitty 21. Oktober 2014 at 17:38

      Zu deinem ersten Absatz: Genau! Absolut meine Meinung. Ich kann es einfach nicht verstehen, warum man eine negative Rezension persönlich nimmt und aus diesem Grund eine Rezi schlecht bewertet. Es würde auf jeden Fall mehr helfen, dass wenn man schon eine Rezi schlecht bewertet, wenigstens noch angeben könnte, warum sie nicht hilfreich ist, oder?

      Reply
  • Carly Gencer 16. Oktober 2014 at 11:39

    Hallo meine Liebe 🙂
    Bei Amazon sind Rezensionen auch immer so eine Sache. Meine Rezensionen werden sehr oft schlecht bewertet, wobei ich mir denke "Wieso?" Was stimmt mit meiner Rezi nicht? Aber da bin ich nicht alleine und viele andere Blogger haben auch schon die Erfahrung gemacht, dass sehr oft ihre Rezensionen schlecht bewertet werden, damit der Bewerter sich selber pushen kann.
    Die Logik finde ich zwar reichlich doof, aber okay.
    Von einer Autorin wurde ich schon mal etwas doof angemacht, weil ich den "Sinn" ihrer Geschichte nicht verstanden hätte und das ihr Leid täte, aber sie mir da auch nicht weiterhelfen könne O.o
    Wenn Autoren (egal ob Independent oder was auch immer) die Rezis zu ihren Werken kommentieren, finde ich das eh immer sehr arg fragwürdig. Das ist für mich schon ein Kriterium die Finger von diesem Buch zu lassen.

    Toller Beitrag 🙂 Ich mag solche Berichte, die einen zum Denken und Diskutieren anregen.

    Alles Liebe ♥

    Reply
    • Kitty 21. Oktober 2014 at 17:43

      Die Frage stelle ich mir auch oft, Liebes.
      Ich fände es irgendwie hilfreicher, wenn man schon eine Rezi schlecht bewertet, dass man wenigstens sagt, warum sie anscheinend nicht hilfreich ist. Das würde doch jedem ein bisschen weiter helfen, oder? Wir wüssten, was wir an unseren Kritiken anders machen sollten und die Verlage und Autoren profitieren ebenfalls davon, wenn wir uns sozusagen "verbessern". Gott, ich schwafel wieder total wirr. xD Ich hoffe, du hast trotzdem verstanden, was ich damit sagen wollte? 😉

      Was?! Denn Sinn der Geschichte nicht verstanden?! Na ja, wenn ich jetzt böse wäre, würde ich sagen, dass das Buch dann eben nicht so gut geschrieben war, das man den Sinn verstehen kann. 😉 Eigentor. 😉
      Danke sehr. 🙂 Es freut mich, wenn diese Beiträge gut ankommen. (Dauert immer A*sch lange, bis ich einen fertig habe. 😉 Macht mir aber extrem viel Spaß. 🙂 )
      Grüßle
      Kitty ♥

      Reply
  • Ela Leselounge 16. Oktober 2014 at 12:48

    Huhu Kitty,
    ich verstehe das auch nicht, warum manche Menschen sich da immer gleich so profilieren müssen. Es kann nun mal nicht jedem das gleiche Buch gefallen -> fände ich persönlich auch schrecklich (und wir Buchblogger wären sicherlich auch nutzlos).

    Ich mag es eigentlich auch nicht, eine schlechte Bewertung abzugeben und mir tut das auch immer ein Stück weit leid, aber was soll ich machen, wenn das Buch mir nun mal nicht lag? Ich finde es vollkommen berechtigt, dass ich dann meine Gründe dafür angebe, was mich gestört hat etc. pp. Aber wie du schon sagst: Bitte in angemessenen Ton! Bei Self Publishern bin ich auch immer ein bisschen vorsichtiger, weil man schon oft Negatives gehört/gelesen hat. Ich meine blöd anmachen lassen muss ich mich dann nun auch nicht .. 🙂

    Schöner Beitrag von dir!
    Liebe Grüße Ela

    Reply
    • Kitty 21. Oktober 2014 at 17:45

      Ja, ja und nochmals ja! Natürlich wären wir Buchblogger dann völlig nutzlos. Das Einzige, was sich unterscheiden würde wäre die Ausdrucksweise, wie wir ein Buch bewerten, die Bewertung an sich allerdings nicht. Wie langweilig!

      Ich stimme dir total zu: Ich mag es auch nicht eine schlechte Bewertung abzugeben, aber manchmal lässt sich das eben leider nicht vermeiden.
      Danke schön 🙂
      GlG
      Kitty ♥

      Reply
  • Tilly Jack T.R. Jones 16. Oktober 2014 at 14:50

    Hey Kitty!

    Du sprichst uns aus der Seele!!
    Wir stöbern auch gern in den Rezensionen auf Amazon, manchmal vorher, manchmal nachher. Das unter negativen Rezis gerne gewettert wird, ist uns auch schon aufgefallen und können wir nicht nachvollziehen. Solange eine negative Rezi gut Begründet ist, im Ton respektvoll bleibt und nicht spoilert, finde ich sie angemessen. Jeder sollte das Recht haben, es auch zu sagen, wenn ein Buch nicht gefallen hat. Wir haben auch immer Bauchschmerzen, wenn wir sogar „nur“ drei Marken vergeben, gerade weil (wie du schon sagst) die Autoren sehr viel Zeit und Mühe und Herzblut in ihr Werk gesteckt haben. Solange Rezensent das berücksichtigt, kann eigentlich nicht viel falsch gehen und am Ende kommt das geschriebene genauso an, wie es gemeint wurde.
    Die Sache „Divergent“ ^^ , da stimme ich die aus vollem Herzen zu. Ich hab schon die schlimmsten Dinge über die Autorin und über das Ende gelesen, da stellen sich mir die Haare auf. Allerdings bin ich deiner Meinung: Das Ende ist passend für die Geschichte und hätte nicht anders sein dürfen. Und das sollte man als Leser/Rezensent akzeptieren. Die Autorin wollte irgendwo hin mit ihrer Geschichte und es war wichtig für sie, diesen Weg zu gehen. Dass es welche gibt, die das Ende mögen, muss genau so akzeptiert werden.
    Uns wurde auch schon so einiges unterstellt, wenn wir eine negative Rezi angeliefert haben und dass bei Nicht-RE! Wir bemühen uns immer, etwas Gutes zu erwähnen, denn es gibt immer etwas, dass in irgendeiner Art gut an der Geschichte ist, aber dennoch sollte immer die Meinung von anderen respektiert werden!
    ich denke, du sprichst du einigen aus der Seele. Ganz klasse geschrieben, da können sich so einige noch eine Scheibe abschneiden und sollten hier und da über ihr Verhalten nachdenke.
    danke für die schönen, tiefgründigen Worte. 😀

    LG
    Tilly

    Reply
    • Kitty 21. Oktober 2014 at 20:44

      Bitte, bitte, liebe Tilly. 🙂
      Ich schreibe ja selbst sau gerne solche Beiträge und bin anschließend immer sehr auf eure Meinungen gespannt. Wie ich sehe, sind wir uns hier eins. 🙂
      Bei drei Blümchen habe ich zwar noch keine Bauchschmerzen, aber ab zwei geht es bei mir dann auch los. Es tut mir ja auch ehrlich Leid, wenn ich nicht so viel Positives über ein Buch zu sagen habe, aber was soll ich denn machen? Mir irgendwas aus den Fingern saugen? Ich versuche auch immer noch das kleinste Positive zu erwähnen, damit ich nicht nur so "schlechte" Sachen sage, allerdings ist es mir auch schon mal passiert, das ich wirklich gar nichts Positives zu sagen hatte und das hat mir dann auch doppelt Leid getan. Ich habe es nicht gern gemacht, aber ich musste ja die Rezi veröffentlichen. *seufz*
      Wie echt? Sogar schon Rückmeldung bekommen, wenn es kein RezEx war? Ich verstehe das einfach nicht. Wir schreiben negative Rezensionen ja nicht, weil wir Spaß daran haben, oder "Es mal wieder Zeit für eine negative Rezi ist". 🙁
      Ich habe übrigens die Rezis zum letzten Teil der Bestimmung erst gelesen, als ich mit der Reihe durch war. Bin immer noch sprachlos, was da alles stand. *Kopf schüttel*

      Vielen, vielen Dank für dein positives Feedback, Liebes. 🙂
      GlG
      Kitty ♥

      Reply
  • Katja W. 16. Oktober 2014 at 14:55

    Hallo liebe Kitty 😀
    Also zu den Amazon Rezensionen kann man eh nicht sagen. Wenn man eine gute Rezension schreibt ist es nicht hilfreich… schreibt man einen Satz scheint sowas für manche hilfreich zu sein und was man da an Gesprächen in den Kommentaren liest ist teilweise sowieso einfach nur lächerlich, aber unterhaltsam! 😀 So auch deine Beispiele, grade die letzte Unterhaltung fand ich doch sehr anregend. Man sollte schon mit Kritik umgehen können. 🙂
    Ein wirklich interessanter Post!

    Ganz liebe Grüße ♥
    Katja

    Reply
    • Kitty 21. Oktober 2014 at 17:48

      Danke schön, Liebes. 🙂
      Stimmt, meist ist wirklich die "Unterhaltung" nach einer Rezi um ein Vielfaches interessanter, als die Rezi selbst. Ich habe mich manchmal echt schon weggeschmissen vor Lachen. 😉
      Woran es festgemacht ist, dass nun eine Rezi hilfreich oder nicht hilfreich ist, bleibt mir bis heute absolut schleierhaft. Wenn man rezensiert, entwickelt man ja irgendwann einen eigenen Stil, finde ich. Warum dann allerdings die einen Rezensionen hilfreicher sein sollen, als die anderen, die ich schreibe, wird wohl ein ewiges Rätsel für mich bleiben. 😉
      Ja, man sollte in der Tat mir Kritik umgehen können. Nur bei manchen scheint das "nicht so ganz" zu klappen. 😉
      GlG
      Kitty ♥

      Reply
  • Janas Traumwelten 16. Oktober 2014 at 16:44

    Hey Kitty 🙂
    Ich stimme dir vollkommen zu, jedes Buch wird einfach anders aufgenommen, ich könnte zum Beispiel nie verstehen, wie jemand Harry Potter nicht mögen kann, würde die Person aber nie blöd anmachen, denn das würde ja eh nichts bringen und er wird schon einen Grund haben.
    Also ich habe bis jetzt nur positive Antworten von Autoren bekommen, aber auch nur auf postivie Rezis 😀
    Liebe Grüße,
    Jana

    Reply
    • Kitty 21. Oktober 2014 at 17:53

      Wie? Gibt es tatsächlich Menschen, die Harry Potter nicht mögen?? :-c Das kann ich mir ja gar nicht vorstellen. :-O Nein, mal im Ernst: Ja, ich bin Potter-Fan, aber wenn manche die Bücher nicht mögen, ist das eben so. Du hast Recht: Warum sollte man die dann blöd anmachen?

      Du Glückliche. 🙂 Da haben wir ja was gemeinsam. 🙂 Ich habe zum Glück auch noch keinerlei schlechte Erfahrungen gemacht. 🙂
      GlG
      Kitty ♥

      Reply
  • Vivian 16. Oktober 2014 at 18:17

    Hey,
    ich kann dich gut verstehen und gerade bei "Eine handvoll Worte" deine Meinung gut nachvollziehen, obwohl mir persönlich das Buch super gefallen hat. Aber ich fand es anfangs auch ein bisschen verwirrend, allerdings hat sich das bei mir recht schnell gelegt. Vielleicht auch, weil ich das Buch in relativ kurzer Zeit gelesen habe.
    Aber wie auch immer, das wichtige is eben, dass man seine Kritik begründet. Und ganz wichtig natürlich: Der Ton macht die Musik. Solange man nicht beleidigend wird und seine Meinung nachvollziehbar darlegt, ist das alles kein Problem.
    Und das ist ja auch das wichtige: Durch konstruktive Kritik, kann man ja auch immer etwas dazulernen.
    Natürlich kann nicht jedem jedes Buch gefallen – das ist ganz einfach so und auch gut so. Wäre ja sonst auch langweilig 😉
    Liebe Grüße
    Vivian

    Reply
    • Kitty 21. Oktober 2014 at 19:34

      Mir hat das Buch, nachdem ich mich eingelesen hatte, auch echt gut gefallen. Ich musste allerdings aufgrund des Anfangs und diesem Wirrwarr doch ein paar Blümchen abziehen. 🙁 Nichts desto Trotz konnte mich Jojo Moyes auch mit diesem Werk überzeugen.
      Stimmt: Es wäre wirklich langweilig, wenn wir alle denselben Geschmack hätten. Und wie ich auch schon in meinem Beitrag sage: Die Mehrheit findet es sogar hilfreicher auch mal eine negative Stimme zu hören, als ständig positive Rezis von einer Person zu lesen. Kommt glaubwürdiger rüber, oder? 🙂
      GlG
      Kitty ♥

      Reply
  • TheReal Kaisu 16. Oktober 2014 at 22:29

    Ich mag amazon nicht, was Bewertungen angeht (generell) daher informiere ich mich nie dort über ein Buch, eben wegen deiner Beispiele oben.
    Ich hatte die Tage aber mal aus neugier geschaut, was andere von Hohlbeins neustem Werk halten und bin dabei über amazon gestolpert.
    Dort hat ein Buchhändler (!!!!) sich derart ungestüm und negativ über das Buch geäußert, dass mir fast die Kinnlade runtergefallen ist. Gemäß dem Motto: Dieses Buch biete ich meinen Kunden NICHT an, weil es MIR nicht gefallen hat!
    Zu dem würde ich nie wieder gehen ….

    Ich habe auch schon vom Verlag eine kritische Äußerung zu einer Kritik erhalten (kleiner Verlag). MAn unterstellte mir, ich hätte das Buch nicht verstanden…
    Das ist hart und stellt den Verlag in sehr schlechtes Licht!
    Der Autor hat das mitbekommen und sich bei mir für die Kritik bedankt. Dennoch hat es einen negativen Beigeschmack hinterlasse. Habe bisher kein neues Buch von diesem Verlag geholt 🙁

    Ansonsten bin cih der Meinung: Ich muss meine Kritik frei äußern können!
    Klar tut es einem manchmal leid, wenn man 2-3x hintereinander einem Verlag negative Kritiken gibt, aber wenn einem das Buch nicht gefallen hat, was will man machen?
    oO

    Reply
    • Kitty 21. Oktober 2014 at 19:41

      Ich bin gerade sprachlos. Ich! Das will schon was heißen. Ein Buchhändler schreibt so was? Ich muss mir das gleich mal anschauen. Ist ja unfassbar und unglaublich. Wie kann man das machen? Vor allem, wenn man selbst vom Fach ist? Der müsste doch eigentlich am Besten wissen, das die Geschmäcker unterschiedlich sind. Also gibt es bei dem nur Bücher zu kaufen, die er gut findet, oder wie? Au weia. Ich glaube kaum, dass der sich lange halten wird. *hust*

      Das mit dem "Du hast das Buch nicht verstanden" habe ich schon sehr oft gehört. Sei es bei Facebook, oder hier. Überall wurde mir nachdem ich diesen Beitrag veröffentlicht hatte, gesagt, dass wenn man eine negative Rezi geschrieben hatte, kam: "Du hast das Buch nicht verstanden." Mh, ist das wohl eine allgemeine Aussage? Finde ich "ein bisschen" frech. Das unterstellt einem ja durch die Blume, dass man dumm ist? Geht.Gar.Nicht!

      Ja bitte! Bloß Kritik frei äußern! Dabei muss man ja nicht gerade irgendwie böse werden, wenn man eine Rezi schreibt, aber solange es in einem angemessenen Ton passiert, ist das doch total in Ordnung.
      Stimmt. Mir tut das auch immer Leid, aber manchmal ist es eben so. Dafür kommen auch bestimmt wieder Zeiten, in denen man dem Verlag schließlich wieder zig Beleglinks schickt zu Rezis, die die volle Fünf bekommen haben. 🙂

      Reply
  • Nicole Wagner 17. Oktober 2014 at 16:04

    Hallo Kitty,

    das hast du alles sehr schön beschrieben, zusammengefasst und auch noch mit Beispielen untermauert. Ein lesenswerter Beitrag!

    Ja, ist mir auch schon alles aufgefallen. Meistens stelle ich meine Rezensionen auch auf Amazon. Hier ist es interessant zu beobachten, dass meine (eher) negativen Rezensionen IMMER als "nicht hilfreich" beurteilt werden. Vielleicht weil sie nicht verkaufsfördernd sind?

    Es gibt auch oft Kommentare, dass ich mich nicht auskenne (das war bei Angelfall von Susan Ee) und mich nicht informiert habe, aber warum sollte ich mich zusätzlich zu einem Jugendbuch (!) noch informieren. Das ist ja keine Fachliteratur!

    Aber egal, die Rezensionen auf Amazon nehme ich ohnehin nicht ernst und ich lese sie schon lange nicht mehr.

    Und einmal habe ich miterlebt, wie eine Autorin auf LovelyBooks richtig durchgedreht ist. Ihr Buch ist bei einer Leserunde nicht gut angekommen und es hat eigentlich keiner Behauptung, dass es schlecht ist und trotzdem hat die Autorin alle persönlich angegriffen.

    Ich denke, man sollte sich davon einfach nicht verunsichern lassen. Und auch eine negative Rezension ist eine gute Rezension! Ich kenne viele Rezensenten bei denen ich genau weiß, wenn ihnen das Buch nicht gefallen hat, dann ist es sicher was für mich.

    Liebe Grüße und noch einmal vielen Dank für den guten Beitrag!

    Nicole

    Reply
    • Kitty 21. Oktober 2014 at 19:47

      Vielen, vielen Dank. 🙂
      Als ich meine Rezi zu Beatiful Bastard bei Amazon veröffentlicht habe, dachte ich, ich werde dort gesteinigt, weil es fast ausschließlich positive Rezis bekommen hatte. Merkwürdiger Weise war es aber nicht so. Aber ich habe auch schon bemerkt, dass negative Rezis meist als nicht hilfreich eingestuft werden—–>Warum auch immer. Dein Argument, es könnte vielleicht daran liegen, weil diese Rezis nicht verkaufsfördernd sind, unterschreibe ich. Aber ich denke, es sind auch viele Leser darunter, die das Buch großartig fanden und weder verstehen, noch akzeptieren können, dass es eben doch auch Leser gibt, die anderer Meinung sind.

      Das was du über die Autorin bei Lovelybooks schreibst, ist echt hart. Unfassbar. Was sie sich dabei wohl gedacht hat? Wohl eher nichts, oder? Ich glaube im Nachhinein wird sie wissen, dass sie sich damit wohl eher keinen Gefallen getan hat, oder was meinst du?
      GlG und gerne doch. 🙂
      Kitty ♥

      Reply
    • Nicole Wagner 2. November 2014 at 8:24

      Hallo Kitty,

      es stimmt schon, es gibt eine 1-Stern-Rezension von mir auf Amazon zu einem Buch, das recht großen Anklang fand und trotzdem wird meine Rezi als hilfreich eingestuft. Also, manchmal geht es doch gut.

      Ja, Kitty, ich kann dir nur zustimmen, es sind wahrscheinlich wirklich Fans, denen das Buch gut gefallen hat und nicht damit umgehen können, dass es andere Meinungen dazu gibt. Irgendwie traurig, weil es ja gut ist, dass wir beim Lesen alle unterschiedlich empfinden und wir eben verschiedene Geschmäcker haben.

      Ich habe keine Ahnung, was mit dieser Autorin war. Sie hat dann sogar noch die ganze Community beschimpft, wie ungebildet, dumm, … etc. nicht alle sind. Wahrscheinlich wird sie der Verlag in Zukunft von Leserunden fernhalten … 😀

      Aber ich verstehe auch, dass es für Autoren schwierig ist, mit Kritik umzugehen. Immerhin steckt viel Herzblut in einem Buch und dann wird es von einigen Lesern einfach so zerlegt … nur wenn sie das nicht aushalten, sollten sie nicht veröffentlichen.

      Aber egal, für mich steht fest, Rezensionen auf Amazon haben für mich keinen Aussagewert und da ich nur nach Rezensionen meine WL und meinen SuB fülle, bleiben ich lieber bei den Rezis der Bloggerwelt und meiner Freunde.

      Liebe Grüße,
      Nicole

      Reply
  • lenasbücherwelt 27. Oktober 2014 at 16:39

    Ganz toller Post Kitty!

    Reply
    • Kitty 1. November 2014 at 20:43

      Danke sehr, Lena. 🙂

      Reply

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