Rezension:
Amanda Brooke – Für immer und einen Tag

Posted on 24. Februar 2014 by Dörte

 

 

Goldmann | 384 Seiten | Kaufen

Was wäre, wenn du die Geschichte deines Lebens selbst schreiben könntest?Die neunundzwanzigjährige Emma ist voller Hoffnung, den Krebs besiegt zu haben. Doch dann erfährt sie, dass sie nur noch ein Jahr zu leben hat. Aber ein Jahr ist viel zu kurz für Emmas Pläne: Sie will den Mann ihres Lebens finden und gemeinsam mit ihm alt werden, sehen, wie Kinder und Enkel aufwachsen, und schließlich nach einem erfüllten Leben im Kreis ihrer Familie Abschied nehmen. Also beginnt Emma, die Geschichte ihres erträumten Lebens aufzuschreiben – und auf wundersame Weise scheinen mit der Zeit mehr und mehr ihrer Träume in Erfüllung zu gehen …

 

 

 

 

 

Bei Emma hatte ich wieder einmal das Bedürfnis sie fest zu umarmen. Ich stelle es mir total schlimm vor, wenn man gesagt bekommt, dass man die Krankheit doch nicht überstanden hat. Emma geht vorbildlich mit der Diagnose um. Sie versucht vor ihren Freunden und Verwandten die Starke zu markieren, doch in Wirklichkeit sieht es innerlich in ihr komplett anders aus. Sie hat zurecht große Angst. 

Der Roman fängt mit Emmas Roman an. Sie schreibt ihr Leben auf, jedenfalls das, was sie sich vom Leben erträumt hatte. Amanda Brooke hat die eigentliche Geschichte und den Roman von Emma durch Kursiv-Schrift gekennzeichnet, so dass man sofort bemerkt um was es gerade geht. Es hat mich nicht ein einziges Mal durcheinander gebracht. Die kleinen Ausflüge in Emmas Roman haben mir sehr gut gefallen. Ich habe oft mit einem dicken Kloß im Hals da gegessen, als ich gelesen habe, wie sehr sich die Protagonistin etwas Bestimmtes wünscht und dies so voller Leben niederschreibt. Emmas Buch hat einen komplett anderen Schreibstil, als der Rest der Geschichte. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, als hätten wirklich zwei verschiedene Personen geschrieben.

Es ist völlig egal, ob der Wind draußen heult oder wir das Rauschen der Brandung hören. Sobald ich deine Lippen spüre, bin ich zu Hause.

Zu diesen für mich absoluten Pluspunkt kommt noch ein entscheidender hinzu: Ich habe mit gelitten. Die Krankheit von der Protagonistin hatte sich irgendwann auf mich übertragen und so fühlte auch ich mich total hilflos und verängstigt. Ich wollte nicht, dass Emma den Kampf verlieren wird und habe auf jeder einzelnen Seite gehofft, dass vielleicht doch noch ein medizinisches Wunder geschehen mag. Wie bei Emma gingen auch bei mir die Gedanken und Gefühle ständig auf und ab. Geschah etwas schönes, ging mir das Herz auf, wurde Emma emotional herunter gerissen, nahm sie mich mit sich in die Tiefe.
Amanda Brooke hat es geschafft ein wirklich ernstes Thema sehr gut umzusetzen. Der eigentliche Roman, gespickt mit dem von Emma ist wirklich eine hervorragende Idee. Die Autorin hat beides sehr gut umsetzen können.
Das Einzige, was mich ein bisschen gestört hat ist, dass Emmas Freunde und Familie leider ein bisschen im Dunkeln gelassen worden. Gerade ihre Mutter ist eine so starke Persönlichkeit, dass ich gern  noch mehr von ihr gelesen hätte. Ansonsten gibt es bei „Für immer und einen Tag“ aber absolut nichts zu meckern.

Wir finden eine andere Möglichkeit, und wenn ich das Restaurant verliere, ist das auch nicht das Ende der Welt. Dich zu verlieren, wäre das Ende der Welt.

Hach, das Buch ist schon so wunderschön anzusehen. Ist man davon schon total begeistert, wird einen auch die Geschichte nicht enttäuschen. Man spürt förmlich wie zerrissen Emma ist und erlebt ihre Geschichte mit eigenem Körper und eigener Seele. Der gesamte Roman ist sehr realitätsnah geschrieben, was mir sehr gut gefallen hat. Einzig, dass ich manche Charaktere gern noch besser kennen gelernt hätte hat dazu geführt, das ich eine Blümchen abziehen musste. Ansonsten kann ich „Für immer und einen Tag“ nur empfehlen.

 

♥lichen Dank an den Goldmann Verlag!

 

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6 Comments

  • Maike 24. Februar 2014 at 10:50

    Tolle Rezi! Ich will das Buch auch noch unbedingt lesen.
    Liebe Grüße,
    Maike von Leidenschaft Lesen

    Reply
    • Kitty 25. Februar 2014 at 9:06

      Danke schön ♥
      Das Buch ist es auf jeden Fall wert gelesen zu werden. Also ganz schnell zur Hand nehmen. 🙂 😉
      GLG
      Kitty ♥

      Reply
  • Lotta Lunatic 24. Februar 2014 at 22:58

    Hallöchen Perle 😀
    Ich habe einfach mal durchgescrollt und bin mit deinem Fazit zufrieden 😀
    Ich freue mich schon sehr auf das Buch ^^

    Liebst, Lotta

    Reply
    • Kitty 25. Februar 2014 at 9:08

      Na, dann habe ich ja "Glück" gehabt, dass du mit meinem Fazit zufrieden bist. 😉
      Ich hatte selbst schon Schiss, dass mir das Buch nicht gefällt und ich es dir somit irgendwie madig mache, aber zum Glück ist dies nicht eingetreten.
      Bin gespannt, was du dazu sagen wirst.
      GLG :*
      Kitty ♥

      Reply
  • Jasmin Machulla 26. Februar 2014 at 11:52

    Huhu 🙂
    Eigentlich möchte ich das Buch auch gern lesen, aber bislang habe ich es mir noch nicht gekauft, da ich Angst davor habe. Ich kann Krebsgeschichten einfach nicht besonders gut verarbeiten und daher weiß ich nicht, ob es das Richtige für mich ist…
    Alles Liebe,
    Jasmin

    Reply
    • Kitty 26. Februar 2014 at 13:04

      Mh, ich würde dir da gerne einen Tipp geben, aber wenn du Krebsgeschichten nicht gut verarbeiten kannst, würde ich dir vielleicht von dem Buch eher abraten. Wobei es sich eigentlich nicht ausschließlich um die Erkrankung handelt. Ich bin da jetzt echt ein bisschen überfragt, weil manche Stellen schon ziemlich berührend und traurig sind.
      Wenn ich jetzt noch mehr drüber nachdenke, würde ich dir dann wohl doch raten, es vielleicht besser nicht zu lesen.
      GLG
      Kitty ♥

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